Der Jidai-geki (Historienfilm) zählt zu den Eckpfeilern der japanischen Kinokultur und hat in Form des Chambara, also des Schwertkampffilms, so einige Klassiker (u. a. Yojimbo, Sword Of Doom) hervorgebracht. Doch 1955 traute sich der Regisseur Tomu Uchida unter dem irreführenden Titel A Bloody Spear At Mount Fuji, mit den Konventionen zu brechen.

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Filmkritik:

Unter dem Deckmantel des Historienfilms inszenierte Uchida ein Road Movie, das eine Handvoll Figuren auf ihrem Weg durch das Land begleitet und dabei mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielt: Statt eines noblen Samurais ist dessen Diener die Hauptfigur und statt der „angekündigten“ blutigen Kämpfe konzentriert sich A Bloody Spear At Mount Fuji ausschließlich auf Zwischenmenschliches.

So betrachtet der Film vor allem das Sich-Kennenlernen der Protagonisten und versieht das locker erzählte Geschehen immer mal wieder mit einem Augenzwinkern. Dabei gelang dem während des Zweiten Weltkrieges aufgrund kritischer Tendenzen in Ungnade gefallenen Regisseur mit A Bloody Spear At Mount Fuji ein Comeback, obwohl er seine Figuren auch hier stellvertretend über Politik, Macht und Gerechtigkeit nachdenken lässt.

Im Finale gibt es dann doch noch einen Kampf, womit dann sogar einige Dramatik Einzug erhält und der Eindruck der Parabelhaftigkeit abgerundet wird. A Bloody Spear At Mount Fuji ist ein ungewöhnliches Werk und mag aufgrund seiner universellen Ansätze keine Samuraifilmfans befriedigen, fällt aber zumindest interessant aus.

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DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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