Alien³

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Filmkritik:

Nach den überaus erfolgreichen ersten beiden Teilen entschied man sich bei 20th Century Fox, bei Alien³ auf Nummer sicher zu gehen, was zwangsläufig zu Differenzen bei den kreativen Prozessen führte und einem Drehbuchautoren sowie einem Regisseur den Job kostete. Dann übernahm der renommierte Musikvideoregisseur David Fincher, der später Meisterwerke wie Fight Club und Sieben drehen sollte und entgegen der vermeintlichen Annahme des Studios, dankbar für den Job mit einer braven Auftragsarbeit die eigene Karriere zu starten, weiteren Streitigkeiten nicht aus dem Weg ging. Letztlich bekam Fincher keine Kontrolle über die finale Schnittfassung.

Aufgrund der fortwährenden Querelen verwundert es wenig, dass Alien³ längst nicht so rund wirkt wie seine Vorgänger, Teil 1 und Teil 2 weisen eine effektvollere Dramaturgie auf und setzen ihre Antagonisten pointierter ein, während das Drehbuch von Alien³ keine Balance findet, etwas lose zwischen inneren und äußeren Konflikten hin und her pendelt.

Doch obwohl die ganz großen inszenatorischen Highlights und Spannungsszenen ausbleiben, gefällt das Traditionsbewusstsein, mit dem Alien³ die Serie fortführt. Wieder ändert sich der Look der Bilder, das strahlende Blau des Vorgängers weicht dunklen Sepia- und Brauntönen, der eiskalte interplanetarische Außenposten als Handlungsort einer düsteren Minenkolonie. Auch die Genre-Anteile ändern sich wieder ein wenig, Teil 3 tendiert statt in Richtung Horror oder Action nun mehr zu Thrillerelementen.

Diese weckt nicht mehr die klaustrophobischen Gefühle der Vorgänger, doch das stimmige Setdesign, Finchers Talent für Bildgestaltung und die schöne Kameraarbeit sorgen dennoch für eine dichte Atmosphäre, die letztlich den Film trägt, während der Plot selbst eher wenig zu bieten hat und auch die Figuren – mit Ausnahme der ambivalenten Ellen Ripley, die von einer wieder wunderbaren Sigourney Weaver gespielt wird – wenig Profil besitzen.

Einiger schlecht gealterter CGI-Effekte zum Trotz sorgt Alien³ immer noch für ordentliche Unterhaltung und führt die Tetralogie im Sinne der Reihe fort, setzt aber zu wenig eigene Akzente und fesselt nicht so stark wie die Vorgänger.

Handlung:

Nachdem Ellen Ripley im vorherigen Teil aus den Klauen der Aliens befreien konnte, schwebt sie nun in einer Rettungskapsel im Tiefschlaf durchs All. Nach einem Brand leitet der Bordcomputer eine automatische Notlandung ein, direkt auf einem einsamen Gefängnisplaneten, wo die schlimmsten Verbrecher der Galaxis inhaftiert sind. Diese haben sich einem leicht mystischen Glaubenskodex verschworen und arbeiten unter recht rückständigen Verhältnissen in einer runtergekommenen Bleigießerei. Doch Ripley ist nicht, wie zuerst vermutet, die einzige Überlebende der Bruchlandung.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-15T13:05:03+00:00