Die 25 besten Filme von 1900 bis 1939 2017-05-22T16:11:05+00:00

Die 25 besten Filme von 1900 bis 1939

Filmsucht.org präsentiert die 25 besten Filme von 1900 bis 1939. Weltbekannte Regisseure wie Chaplin, Hitchcock, Carné und Dreyer sind mit dabei; ein anderer Filmemacher hat es sogar gleich rekordverdächtige vier Mal in diese Bestenliste geschafft. Außerdem kannst du herausfinden, welche zehn Stummfilme sich gegen die technisch fortschrittlicheren Tonfilme durchsetzen konnten.

Honorable Mentions:

Einige Werke sind knapp gescheitert, sollen aber dennoch explizit erwähnt werden. Insbesondere einige bahnbrechende Stummfilme wie Das Cabinet des Dr. Caligari, der wohl der bekannteste Vertreter des deutschen Expressionismus ist; Der letzte Mann, in dem erstmals eine bewegliche Kamera eingesetzt wurde und Der Fuhrmann des Todes, der tolle Effekte und eine mystische Geschichte aufweist. Während es Charlie Chaplin mit einem Film in die Liste geschafft hat, blieb sein amerikanisches Pendant Buster Keaton außen vor; sehenswert sind dessen Werke auch.

Ebenfalls nicht unbeachtet bleiben sollen der kontroverse Klassiker Freaks – Missgestaltete, Fritz Langs erster US-Film Blinde Wut, Frank Capras Mr. Deeds und Mr. Smith sowie die Gangsterkomödie Vier Leichen auf Abwegen.

Nun aber zur eigentlichen Bestenliste:

Platz 25: Unterwelt

(Regie: Josef von Sternberg | USA | 1927 | Stummfilm)

Josef von Sternbergs früher Gangster(stumm)film basiert auf einem oscarprämierten Plot des legendären Drehbuchautoren Ben Hecht und kommt reichlich schnörkellos daher, beinhaltet keine Szene zu viel. Die dichte Atmosphäre und die ansehnliche Bildgestaltung überzeugen ebenfalls. Unterwelt wirkt noch erstaunlich modern.

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Platz 24: Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse

(Regie: Anatole Litvak | USA | 1938 | Tonfilm)

In Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse untersucht ein Wissenschaftler die Lust am Verbrechen – und verliert sich selbst in seinen „Studien“. Die Persiflage auf die damals sehr beliebten Gangsterfilme besitzt viel Humor, lebt von seinen treffsicheren Dialogen und der namhaften Besetzung. Neben dem großartig aufgelegten Edward G. Robinson verblasst sogar der junge Humphrey Bogart in einer Nebenrolle. Auch das absurde Finale bleibt im Gedächtnis.

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Platz 23: Ein Mensch der Masse

(Regie: King Vidor | USA | 1928 | Stummfilm)

Der späte Stummfilm von King Vidor wirkt technisch sehr ausgereift und erzählt von einem Mann, der sich mit seinem Leben nicht zufrieden gibt und hoch hinaus will, dabei aber immer tiefer fällt. Statt plump den moralischen Zeigefinger zu erheben, legt Ein Mensch der Masse lieber Wert auf Details und entglorifiziert den amerikanischen Traum ohne dramaturgische Durchhänger.

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Platz 22: Der Tag bricht an

(Regie: Marcel Carné | FR | 1939 | Tonfilm)

Platz 22 geht nach Frankreich: Der Tag bricht an ist einer von zwei Vertretern des poetischen Realismus in dieser Liste. Marcel Carnés Drama schildert in Rückblenden und mit fatalistischem Tonfall die unglückliche Liebe der von Jean Gabin großartig gespielten Hauptfigur, die sich zu Filmbeginn in ihr Zimmer einschließt, um sich das Leben zu nehmen.

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Platz 21: Scarface – Narbengesicht

(Regie: Howard Hawks | USA | 1932 | Tonfilm)

Scarface ist vielleicht der bekannteste (und brutalste) Gangsterfilm seiner Zeit und beeindruckt noch heute mit hohem Tempo und der dynamischen Inszenierung. Der furiose Hauptdarsteller Paul Muni und Nebendarsteller George Raft überzeugen mit tollen Auftritten und die erbarmungslose Großstadtatmosphäre gefällt ebenfalls.

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Platz 20: They Won’t Forget

(Regie: Mervyn LeRoy | USA | 1937 | Tonfilm)

They Won’t Forget basiert auf wahren Begebenheiten und schildert auf mitreißende Art und Weise die irregeleitete, vorverurteilende Strafverfolgung eines mutmaßlichen Mörders, auf den sich Staatsanwaltschaft und Kleinstadtbevölkerung trotz weniger Indizien stürzen. Mervyn LeRoys Film verfügt über eine tolle Figurenzeichnung und ein großartiges Drehbuch.

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Platz 19: King Kong und die weiße Frau

(Regie: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack | USA | 1933 | Tonfilm)

King Kong zählt unzweifelhaft zu den ikonografischsten Geschöpfen des Kinos und hatte 1933 in King Kong und die weiße Frau seinen ersten Auftritt. Auch heute noch besticht der frühe Blockbuster dank seiner modernen Dramaturgie mit einem hohen Unterhaltungswert. Die Anzahl der Statisten, die Größe der Kulissen und die tolle Tricktechnik setzten Maßstäbe.

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Platz 18: Moderne Zeiten

(Regie: Charlie Chaplin | USA | 1936 | Stummfilm)

Mit Moderne Zeiten serviert Charlie Chaplin eines seiner besten Werke. Vor allem das schöne Setdesign und das hohe Tempo überzeugen. Gewürzt wird das Geschehen mit Chaplins typischer Gesellschaftskritik.

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Platz 17: Enthüllung um Mitternacht

(Regie: Mitchell Leisen | USA | 1939 | Tonfilm)

Eine Screwballkomödie sichert sich Platz 17: Enthüllung um Mitternacht zwingt seine abgebrannte Protagonistin in die Rolle einer reichen Dame, was ständig aufzufliegen droht – das erzeugt so einige witzige Situationen. Die gut aufgelegten Darsteller und die schönen Sets und Kulissen runden den Film positiv ab.

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Platz 16: Ninotschka

(Regie: Ernst Lubitsch | USA | 1939 | Tonfilm)

Die Kollaboration zwischen den Komödiengenies Billy Wilder und Ernst Lubitsch erweist sich als wunderbar: Die Abenteuer einer Kommunistin im libertären Paris hat spitzzüngige Dialoge, ein hohes Tempo und viel Charme in petto. Auch dank Greta Garbo in der Hauptrolle macht Ninotschka einigen Spaß.

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Platz 15: Eine Dame verschwindet

(Regie: Alfred Hitchcock | GB | 1938 | Tonfilm)

Hitchcocks Krimi spielt fast ausschließlich in einem Zug und fährt erwartungsgemäß viel Suspense und einige interessante Nebenfiguren auf. Trotz des wenig imponierenden Finales bietet Eine Dame verschwindet dank seiner stimmig umgesetzten Plotidee launige Krimiunterhaltung.

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Platz 14: Die wilden Zwanziger

(Regie: Raoul Walsh | USA | 1939 | Tonfilm)

Platz 14 geht an das fantastische Darstellerduo James Cagney und Humphrey Bogart, die den Gangsterfilm Die wilden Zwanziger deutlich aufwerten. Mit seinen wochenschauartigen Einspielern und der knackigen Handlung generiert Raoul Walshs Film einen hohen Unterhaltungswert und einige Spannung, zählt zu den besten Gangsterfilmen seiner Ära.

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Platz 13: Lebenskünstler

(Regie: Frank Capra | USA | 1938 | Tonfilm)

Die liebenswerte Screwballkomödie Lebenskünstler ergattert den dreizehnten Rang. Frank Capra kombiniert wie gewohnt ein hohes Tempo mit pointierten Dialogen und einiger Situationskomik, ein famoser Cast leistet den Rest der Arbeit: James Stewart, Lionel Barrymore und Jean Arthur harmonieren prächtig und sorgen für viele Lacher.

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Platz 12: Die Schwestern von Gion

(Regie: Kenji Mizoguchi | JP | 1936 | Tonfilm)

Einer der wichtigsten Vorkriegsfilme des japanischen Kinos landet auf Platz 12: Mit Die Schwestern von Gion beschreibt Kenji Mizoguchi auf seine unnachahmliche Weise die Schwierigkeiten von Frauen in der japanischen Gesellschaft: Weder traditionelle Demut noch emanzipierte Gegenwehr verhilft den Protagonistinnen zu persönlichem Glück – eindringlich erzählt.

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Platz 11: Die Vampire

(Regie: Louis Feuillade | FR | 1915/1916 | Stummfilm)

Auf beachtliche 400 Minuten Spielzeit kommt Louis Feuillades 10-teilige Filmserie, die auf eine wunderbar groschenromanartige Achterbahnfahrt einlädt und völlig unvorhersehbar verläuft: Unzählige Plottwists, gleich mehrere Bösewichter, sympathische Helden und Geheimtüren, Fallen, Entführungen, Hypnose und Giftmorde: Die Vampire bietet viel Abwechslung und macht richtig Spaß.

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Platz 10: Die 39 Stufen

(Regie: Alfred Hitchcock | GB | 1935 | Tonfilm)

Der Thriller Die 39 Stufen zählt nicht nur zu den temporeichsten Arbeiten von Alfred Hitchcock, sondern weist auch zahlreiche typische Motive des Regisseurs auf. Die ständigen Ortswechsel und die subtile Ironie sorgen für viel Kurzweil und das absurde Finale beweist, dass der Film nicht unbedingt ernst gemeint ist.

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Platz 9: M – Eine Stadt sucht einen Mörder

(Regie: Fritz Lang | DE | 1931 | Tonfilm)

Es wird einstellig: Fritz Langs erster Tonfilm M – Eine Stadt sucht einen Mörder überzeugt mit seiner Dramaturgie, den Parallelmontagen, dem schönen Spiel mit Licht und Schatten und natürlich mit Hauptdarsteller Peter Lorre, der als Kindermörder Weltruhm erlangte.

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Platz 8: Frau im Mond

(Regie: Fritz Lang | DE | 1929 | Stummfilm)

Direkt ein weiteres Werk von Fritz Lang: Frau im Mond stellt den letzten großen deutschen Stummfilm dar und wirkt dementsprechend sehr ausgereift: Was mit einer krimihaften Exposition beginnt, endet mit einer aus heutiger Sicht amüsanten Reise zum Mond, auf dem die zweite Hälfte und der Showdown stattfinden. Die Effekte und Kulissen sowie einige schöne Höhepunkte sorgen für runde Unterhaltung.

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Platz 7: Voruntersuchung

(Regie: Robert Siodmak | DE, FR | 1931 | Tonfilm)

Satte neun Jahre vor dem „offiziellen“ Beginn des amerikanischen Film Noir schuf Robert Siodmak mit Voruntersuchung bereits einen tollen (deutschen) Prototypen: Die verzwickte Story mit mehreren Wendungen und moralischen Zwickmühlen gefällt ebenso wie die expressiven Schwarz-Weiß-Bilder. Voruntersuchung bietet zudem noch reichlich Spannung, tolle Dialoge und gute Schauspieler. Leider gibt es weltweit keine Veröffentlichung dieses Films.

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Platz 6: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens

(Regie: F.W. Murnau | DE | 1922 | Stummfilm)

Zu gruseln vermag Murnaus Horrorfilmklassiker zwar nicht mehr, doch versprüht Nosferatu noch viel Esprit: Die tollen Viragierungen, die stimmigen Kulissen, Hauptdarsteller Max Schreck und die schöne Musik sorgen für viel Flair und gelungene Stummfilmunterhaltung.

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Platz 5: Hafen im Nebel

(Regie: Marcel Carné | FR | 1938 | Tonfilm)

Nicht nur der typischste, sondern auch der beste Vertreter des poetischen Realismus stammt vom großen Marcel Carné, heißt Hafen im Nebel und erobert Platz fünf der besten Filme bis 1939: Jean Gabin als knarziger Held, schöne Kulissen und eine melancholisch-tragische Handlung mit entsprechender Stimmung sorgen für ein tolles Filmerlebnis.

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Platz 4: Vampyr – Der Traum des Allan Grey

(Regie: Carl Theodor Dreyer | FR, DE | 1932 | beinahe Stummfilm)

Auf den vierten Platz reiht sich der surreale Horrorfilm Vampyr – Der Traum des Allan Grey ein. Regisseur Carl Theodor Dreyer fand großartige Bilder für einen magischen Ort, der aus jeder Zeit gefallen zu sein scheint. Die tollen Effekte und die seltsame Mischung aus Stumm- und Tonfilm sorgen für memorable Momente.

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Platz 3: A Cottage on Dartmoor

(Regie: Anthony Asquith  | GB | 1929 | Stummfilm)

Einen Platz auf dem Siegertreppchen hat sich das britische Stummfilmdrama A Cottage On Dartmoor gesichert. Der Film von Anthony Asquith begeistert mit furioser Montage, geschickt eingesetzten narrativen Tricks und ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern. Da auch die tragische Handlung in fatalistischer Tonalität vorgetragen wird, wirkt der britische Film insgesamt wunderbar düster.

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Platz 2: Das Testament des Dr. Mabuse

(Regie: Fritz Lang | DE | 1933 | Tonfilm)

Und erneut ein Werk von Fritz Lang: Der zweite Teil seiner Mabuse-Reihe erreicht die zweitbeste Platzierung dieses Rankings und überzeugt mit seinem ausgeklügelten Plot, der die Geschichte des Vorgängers clever weiterführt und immer mehr Suspense aufbaut, um schließlich sein Publikum zu überraschen und den Bogen zum ersten Teil zu schlagen. Das ist kaum noch zu toppen, außer durch…

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Platz 1: Dr. Mabuse, der Spieler – Ein Bild der Zeit

(Regie: Fritz Lang | DE | 1922 | Stummfilm)

Fritz Langs erster Mabuse-Film ist das beste Werk der frühen Filmgeschichte! In epochalen viereinhalb Stunden inszeniert der deutsche Meisterregisseur ein großartiges Panoptikum seiner Zeit: einerseits ein cleverer Kriminalfilm, andererseits ein lebendiges Sittengemälde der Weimarer Republik. Neben den großartigen Kulissen und den zahlreichen Höhepunkten fährt Dr. Mabuse, der Spieler mit seinem titelgebenden Bösewicht einen der tollsten Schurken der Filmgeschichte auf.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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3 Comments

  1. Tom 28. März 2017 at 10:52 - Reply

    Welche Filme sind deine Favoriten dieser Ära? Habe ich ein wichtiges Werk vergessen?

  2. Dominik 28. März 2017 at 19:18 - Reply

    Tolle Liste!

    Ich finde aber, es fehlt definitiv „Die Passion der Jungfrau von Orléans„.. Ein großartiges Stück, vor allem die Darstellerin Maria Falconetti spielt unglaublich gut und fesselnd die Rolle der Jeanne d’Arc.
    Und es ist ein Paradebeispiel für einen Film, der zeigt, wie große „Ikonen“ an ihrer Zeit scheitern. Das gibt es nicht allzu oft so großartig im Kino zu sehen! 🙂

  3. Tom 29. März 2017 at 11:25 - Reply

    Hey Dominik,

    gut, dass du den erwähnst, das ist in der Tat ein besonderer Film und der bekannteste von Carl Theodor Dreyer (dem ich ja zumindest mit dem viertplatzierten Vampyr gehuldigt habe.) Mir hat besonders die Bildsprache gefallen, und die ikonografischen Close-Ups von Falconetti. Für die Bestenliste hat es nicht gereicht, vielleicht wegen des religiösen Themas.

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