Abseits seines filmischen Wertes stellt Branded To Kill einen interessanten Akt der Rebellion dar: Nachdem Regisseur Seijun Suzuki von seinem Studio Nikkatsu einen Rüffel für Tokyo Drifter erhalten hatte – der Film sei zu bunt und unkonventionell gewesen – brach er endgültig mit den Vorgaben seines Studios, drehte insgeheim den irrsinnigen Branded To Kill und wurde dafür dann auch gefeuert.

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Filmkritik:

Suzukis letzter Nikkatsu-Film setzt voll und ganz auf äußere Werte: Der Coolness und Verve versprühenden Form werden Plot und Figurenzeichnung vollends untergeordnet, die Handlung fällt rudimentär und fragmentarisch aus und die Protagonisten sind allesamt und im Wortsinne Schießbudenfiguren.

Doch obwohl keine zwei Minuten ohne Schießerei vergehen, macht Branded To Kill überraschend wenig Spaß – bereits in der ersten Filmhälfte verliert das Handeln der Protagonisten ihre Funktion, die wirre Handlung reißt die Motivationen der Figuren in Stücke und lässt nur noch ständig aufeinander schießende Karikaturen übrig; selbst der sonst so coole Jo Shishido bleibt blass.

Da auch die Schwarz-Weiß-Bilder nicht so viel hergeben wie die stimmungsvollen Farben aus Tokyo Drifter (immerhin – nicht „zu bunt“ für Nikkatsu) und das überkandidelte Finale einen negativen Höhepunkt bietet, bleibt Branded To Kill insgesamt zu uninteressant, um noch unterhaltsam zu sein.

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DER REGISSEUR

Zu Beginn seiner Karriere kurbelte Seijun Suzuki B-Movies am Fließband herunter. Gelangweilt von den seelenlosen Auftragsarbeiten begann der Regisseur, die immer gleichen Gangsterstreifen in eine neue, zunehmend expressivere Form zu pressen. Fortan inszenierte er seine B-Movies als grelle Pulp-Reveuen – wild, bunt, unglaubwürdig. Das entsetzte die Studiobosse, bescherte Cineasten jedoch einzigartige Filmerlebnisse.

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DER REGISSEUR

Zu Beginn seiner Karriere kurbelte Seijun Suzuki B-Movies am Fließband herunter. Gelangweilt von den seelenlosen Auftragsarbeiten begann der Regisseur, die immer gleichen Gangsterstreifen in eine neue, zunehmend expressivere Form zu pressen. Fortan inszenierte er seine B-Movies als grelle Pulp-Reveuen – wild, bunt, unglaubwürdig. Das entsetzte die Studiobosse, bescherte Cineasten jedoch einzigartige Filmerlebnisse.

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