Kategorie: Filmkritiken

Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo

Filmkritik: Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo zählt zum Vermächtnis von Sadao Yamanaka, der im Alter von nur 28 Jahren verstarb, das japanische Kino jedoch trotz seiner Jugend nachdrücklich prägte. Ganze 26 Filme drehte Yamanaka in nur fünf Jahren. Mit seinen Jidai-geki genannten Historienfilmen setzte er Standards für die noch im Entstehen befindliche japanische Filmindustrie [...]

Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo

Katzelmacher

Filmkritik: Rainer Werner Fassbinder drehte seine radikal reduzierte Gesellschaftskritik Katzelmacher in nur neun Drehtagen als Reaktion auf die gemischte Resonanz der Berlinale-Kritiker auf seinen Debütfilm Liebe ist kälter als der Tod und trat damit nachdrücklich den Beweis an, neben seiner Liebe für das große amerikanische Kino auch eigene Themen verarbeiten zu können. Mit den Mitteln seines Antiteaters, in [...]

Katzelmacher

The Boss Of It All

Filmkritik: The Boss Of It All zählt zu den unbekannteren Werken in der Filmografie des dänischen Enfant Terribles Lars von Trier, der dieses sehenswerte Kleinod zwischen dem Dogville-Nachfolger Manderlay und seinen Skandalfilm Antichrist drehte. Doch obwohl The Boss Of It All im Vergleich zu den bedeutungsschweren vorgenannten Werken eher wie ein leichtgewichtiger Lückenfüller wirkt, überzeugt Lars von Trier [...]

The Boss Of It All

Take Aim At The Police Van

Filmkritik: Trenchcoats, Jazzmusik und ständige Action: Der japanische B-Noir Take Aim At The Police Van identifiziert sich leicht als Werk aus der Fließbandproduktion des Studios Nikkatsu. Solange die Regisseure die knapp bemessenen Zeit- und Kostenpläne einhielten und die Filme am Ende etwas Profit brachten, erhielten die Filmemacher eine große kreative Freiheit. Seijun Suzuki verstand diese zu nutzen: Er [...]

Take Aim At The Police Van

Intentions Of Murder

Filmkritik: In seiner mehr als vier Jahrzehnte währenden Regiekarriere drehte Shôhei Imamura so einige kontroverse und schwierige Werke, doch Intentions Of Murder sticht dennoch aus seiner Filmografie heraus. Nie hat der Japaner seinem Publikum mehr zugemutet und keines seiner Werke bietet eine derartig grenzwertige Filmerfahrung. Intentions Of Murder entfesselt in seinen zweieinhalb Stunden eine düstere Tour de Force, [...]

Intentions Of Murder

Die 120 Tage von Sodom

Filmkritik: Es ist das eine, ganz große kontroverse Werk der 120-jährigen Filmgeschichte: Mit Die 120 Tage von Sodom errichtet Pier Paolo Pasolini ein Monument, dessen Schrecken weder von der Zeit, noch von Konditionierung oder gar Geschmack gemindert werden kann. Sein Werk entspricht allen Tugenden des Mediums Film mit einem Gegenpol und ist nicht weniger als die Hölle auf Celluloid, [...]

Die 120 Tage von Sodom

Ein Herbstnachmittag

Filmkritik: Obwohl es sich bei Ein Herbstnachmittag um das letzte Werk der 35-jährigen Karriere von Yasujiro Ozu handelt, eignet sich sein Drama hervorragend als Einstiegswerk und serviert sämtliche Qualitäten des japanischen Ausnahmeregisseurs. Es heißt, es sei eine Kunst, etwas Schweres leicht aussehen zu lassen. Gemäß dieser Maxime entsteht die große Anziehungskraft eines Films von Yasujiro Ozu: Mit vordergründiger [...]

Ein Herbstnachmittag

Paprika

Filmkritik: Paprika erschien 2006 und stellt den letzten Langfilm des leider viel zu früh verstorbenen Animationsfilmgenies Satoshi Kon dar. Sein Sci-Fi-Thriller zählt zu den wesentlichen Inspirationsquellen für Christopher Nolans Inception. Die superb inszenierte Eröffnungssequenz deutet bereits die Stärken des Films an und vermittelt gekonnt den Spalt zwischen Realität und Traum, der sich durch Paprika zieht. Doch obwohl wir [...]

Paprika

Liebe ist kälter als der Tod

Filmkritik: Der Start einer Weltkarriere: 1969 erschien mit Liebe ist kälter als der Tod das erste Werk von Rainer Werner Fassbinder, der sich offen bei seinen Vorbildern bedient, im Kern jedoch bereits skizzenhaft jene Elemente und Motive einbaut, die ihn in den folgenden Jahren zu einem der führenden Autorenfilmer seiner Zeit werden ließen. Bereits im Vorspann verweist Fassbinder [...]

Liebe ist kälter als der Tod

Das Ohr

Filmkritik: 1970 beendete der Regisseur Karel Kachyna seinen psychologischen Thriller Das Ohr, doch wegen der beklemmenden Darstellung des Lebens in der sozialistischen Tschechoslowakei verboten die russlandhörigen Kommunisten die Veröffentlichung. Kachynas Werk schildert den Verlauf einer beängstigenden Nacht. Als der Regierungsbeamte Ludvik nach einer Parteiparty nach Hause kommt, muss er sich nicht nur mit seiner so betrunkenen wie streitlustigen [...]

Das Ohr