Der Tod eines Radfahrers

Regie: | Jahrzehnt: | Genre: ,


Filmkritik:

Direkt in den ersten Sekunden des Films geschieht alles ganz schnell – ein Unfall und die Fahrerflucht. Aus dieser Ausgangssituation macht Der Tod eines Radfahrers erfreulicherweise kein plumpes Kriminalstück, sondern konzentriert sich von Anfang bis Ende auf seine beiden Protagonisten, deren Befindlichkeiten wertungsfrei geschildert werden.

Dabei dient ihre kriminelle Tat einerseits als initiales Element für einen grundsätzlichen Spannungsbogen, aber auch als Katalysator für die Entwicklung, die die beiden durchmachen – die Tat stellt alle Ebenen ihres Lebens auf den Kopf und ändert auch die Beziehung zueinander. So gehen bei Der Tod eines Radfahrers Melodram, Kriminalfilm und klassisches Drama Hand in Hand und werden von einigen kritischen Untertönen zum Leben während des Franco-Regimes garniert.

Zu guter Letzt treten auch noch die Klassenunterschiede zwischen Jose und Maria zutage. Aufgrund seines wenig effektheischenden Gestus und der Aufrichtigkeit seinen Figuren gegenüber weiß Der Tod eines Radfahrers durchaus zu überzeugen, während die zurückhaltende Herangehensweise zugleich auch den Nachteil bedeutet, kaum Spannung oder Dramatik aufbauen zu können.

Handlung:

Nach einer gemeinsamen Nacht sind Maria und Jose, die eine Affäre haben, auf einer Landstraße Richtung Madrid unterwegs. Hinter einem Hügel rauschen sie in einen Radfahrer, der nach dem Unfall verletzt auf der Straße liegt. Aus Angst, den Unfall und ihr Zusammensein erklären zu müssen, begeht das Paar Fahrerflucht. Doch nicht nur die Polizei ermittelt, sondern auch ein schmieriger Bekannter scheint etwas über den Unfall zu wissen und setzt die beiden unter Druck. Durch den Vorfall sind Maria und Jose gezwungen, ihre Heimlichtuerei zu verstärken und ihre Affäre zu hinterfragen, gleichzeitig nimmt der Druck der Umstände immer weiter zu – eine harte Probe für die beiden.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-15T18:00:27+00:00

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