Die 25 besten Filme von 1900 bis 1939




Filmsucht.org präsentiert die 25 besten Filme von 1900 bis 1939. Weltbekannte Regisseure wie Chaplin, Hitchcock, Carné und Dreyer sind mit dabei; ein anderer Filmemacher hat es sogar gleich rekordverdächtige vier Mal in diese Bestenliste geschafft. Außerdem kannst du herausfinden, welche neun Stummfilme sich gegen die technisch fortschrittlicheren Tonfilme durchsetzen konnten.

Honorable Mentions:

Einige Werke sind knapp gescheitert, sollen aber dennoch explizit erwähnt werden. Insbesondere einige bahnbrechende Stummfilme wie Das Cabinet des Dr. Caligari, der wohl der bekannteste Vertreter des deutschen Expressionismus ist; Der letzte Mann, in dem erstmals eine bewegliche Kamera eingesetzt wurde und Der Fuhrmann des Todes, der tolle Effekte und eine mystische Geschichte aufweist. Während es Charlie Chaplin mit einem Film in die Liste geschafft hat, blieb sein amerikanisches Pendant Buster Keaton außen vor; sehenswert sind dessen Werke auch.

Ebenfalls nicht unbeachtet bleiben sollen Josef von Sternbergs Gangsterstummfilm Unterwelt, der kontroverse Klassiker Freaks – Missgestaltete, Fritz Langs erster US-Film Blinde Wut, Frank Capras Herren Mr. Deeds und Mr. Smith sowie die Gangsterkomödie Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse.

Nun aber zur eigentlichen Bestenliste:

Platz 25: Ein Mensch der Masse

(Regie: King Vidor | USA | 1928 | Stummfilm)

Der späte Stummfilm von King Vidor wirkt technisch sehr ausgereift und erzählt von einem Mann, der sich mit seinem Leben nicht zufrieden gibt und hoch hinaus will, dabei aber immer tiefer fällt. Statt plump den moralischen Zeigefinger zu erheben, legt Ein Mensch der Masse lieber Wert auf Details und entglorifiziert den amerikanischen Traum ohne dramaturgische Durchhänger.

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Platz 24: Die Spielregel

(Regie: Jean Renoir | FR | 1939 | Tonfilm)

Jean Renoirs skandalträchtiger Film Die Spielregel wirkt zunächst wie eine heitere Sittenkomödie, entpuppt sich dann jedoch als garstige Farce gegen die amoralische Bourgeoisie. Renoirs Werk nicht nur durch seine intelligente Figurenanlage, sondern auch handwerklich: Kameraarbeit und mise en scéne sind superb.

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Platz 23: Der Tag bricht an

(Regie: Marcel Carné | FR | 1939 | Tonfilm)

Platz 23 geht nach Frankreich: Der Tag bricht an ist einer von zwei Vertretern des poetischen Realismus in dieser Liste. Marcel Carnés Drama schildert in Rückblenden und mit fatalistischem Tonfall die unglückliche Liebe der von Jean Gabin großartig gespielten Hauptfigur, die sich zu Filmbeginn in ihr Zimmer einschließt, um sich das Leben zu nehmen.

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Platz 22: Scarface – Narbengesicht

(Regie: Howard Hawks | USA | 1932 | Tonfilm)

Scarface ist vielleicht der bekannteste (und brutalste) Gangsterfilm seiner Zeit und beeindruckt noch heute mit hohem Tempo und der dynamischen Inszenierung. Der furiose Hauptdarsteller Paul Muni und Nebendarsteller George Raft überzeugen mit tollen Auftritten und die erbarmungslose Großstadtatmosphäre gefällt ebenfalls.

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Platz 21: They Won’t Forget

(Regie: Mervyn LeRoy | USA | 1937 | Tonfilm)

They Won’t Forget basiert auf wahren Begebenheiten und schildert auf mitreißende Art und Weise die irregeleitete, vorverurteilende Strafverfolgung eines mutmaßlichen Mörders, auf den sich Staatsanwaltschaft und Kleinstadtbevölkerung trotz weniger Indizien stürzen. Mervyn LeRoys Film verfügt über eine tolle Figurenzeichnung und ein großartiges Drehbuch.

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Platz 20: King Kong und die weiße Frau

(Regie: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack | USA | 1933 | Tonfilm)

King Kong zählt unzweifelhaft zu den ikonografischsten Geschöpfen des Kinos und hatte 1933 in King Kong und die weiße Frau seinen ersten Auftritt. Auch heute noch besticht der frühe Blockbuster dank seiner modernen Dramaturgie mit einem hohen Unterhaltungswert. Die Anzahl der Statisten, die Größe der Kulissen und die tolle Tricktechnik setzten Maßstäbe.

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Platz 19: Moderne Zeiten

(Regie: Charlie Chaplin | USA | 1936 | Stummfilm)

Mit Moderne Zeiten serviert Charlie Chaplin eines seiner besten Werke. Vor allem das schöne Setdesign und das hohe Tempo überzeugen. Gewürzt wird das Geschehen mit Chaplins typischer Gesellschaftskritik.

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Platz 18: Enthüllung um Mitternacht

(Regie: Mitchell Leisen | USA | 1939 | Tonfilm)

Eine Screwballkomödie sichert sich Platz 18: Enthüllung um Mitternacht zwingt seine abgebrannte Protagonistin in die Rolle einer reichen Dame, was ständig aufzufliegen droht – das erzeugt so einige witzige Situationen. Die gut aufgelegten Darsteller und die schönen Sets und Kulissen runden den Film positiv ab.

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Platz 17: Ninotschka

(Regie: Ernst Lubitsch | USA | 1939 | Tonfilm)

Die Kollaboration zwischen den Komödiengenies Billy Wilder und Ernst Lubitsch erweist sich als wunderbar: Die Abenteuer einer Kommunistin im libertären Paris hat spitzzüngige Dialoge, ein hohes Tempo und viel Charme in petto. Auch dank Greta Garbo in der Hauptrolle macht Ninotschka einigen Spaß.

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Platz 16: Eine Dame verschwindet

(Regie: Alfred Hitchcock | GB | 1938 | Tonfilm)

Hitchcocks Krimi spielt fast ausschließlich in einem Zug und fährt erwartungsgemäß viel Suspense und einige interessante Nebenfiguren auf. Trotz des wenig imponierenden Finales bietet Eine Dame verschwindet dank seiner stimmig umgesetzten Plotidee launige Krimiunterhaltung.

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Platz 15: Die wilden Zwanziger

(Regie: Raoul Walsh | USA | 1939 | Tonfilm)

Platz 15 geht an das fantastische Darstellerduo James Cagney und Humphrey Bogart, die den Gangsterfilm Die wilden Zwanziger deutlich aufwerten. Mit seinen wochenschauartigen Einspielern und der knackigen Handlung generiert Raoul Walshs Film einen hohen Unterhaltungswert und einige Spannung, zählt zu den besten Gangsterfilmen seiner Ära.

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Platz 14: Lebenskünstler

(Regie: Frank Capra | USA | 1938 | Tonfilm)

Die liebenswerte Screwballkomödie Lebenskünstler ergattert den 14. Rang. Frank Capra kombiniert wie gewohnt ein hohes Tempo mit pointierten Dialogen und einiger Situationskomik, ein famoser Cast leistet den Rest der Arbeit: James Stewart, Lionel Barrymore und Jean Arthur harmonieren prächtig und sorgen für viele Lacher.

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Platz 13: Die Schwestern von Gion

(Regie: Kenji Mizoguchi | JP | 1936 | Tonfilm)

Einer der wichtigsten Vorkriegsfilme des japanischen Kinos landet auf Platz 13: Mit Die Schwestern von Gion beschreibt Kenji Mizoguchi auf seine unnachahmliche Weise die Schwierigkeiten von Frauen in der japanischen Gesellschaft: Weder traditionelle Demut noch emanzipierte Gegenwehr verhilft den Protagonistinnen zu persönlichem Glück – eindringlich erzählt.

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Platz 12: Die Vampire

(Regie: Louis Feuillade | FR | 1915/1916 | Stummfilm)

Auf beachtliche 400 Minuten Spielzeit kommt Louis Feuillades 10-teilige Filmserie, die auf eine wunderbar groschenromanartige Achterbahnfahrt einlädt und völlig unvorhersehbar verläuft: Unzählige Plottwists, gleich mehrere Bösewichter, sympathische Helden und Geheimtüren, Fallen, Entführungen, Hypnose und Giftmorde: Die Vampire bietet viel Abwechslung und macht richtig Spaß.

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Platz 11: Die 39 Stufen

(Regie: Alfred Hitchcock | GB | 1935 | Tonfilm)

Der Thriller Die 39 Stufen zählt nicht nur zu den temporeichsten Arbeiten von Alfred Hitchcock, sondern weist auch zahlreiche typische Motive des Regisseurs auf. Die ständigen Ortswechsel und die subtile Ironie sorgen für viel Kurzweil und das absurde Finale beweist, dass der Film nicht unbedingt ernst gemeint ist.

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Platz 10: Bestie Mensch

(Regie: Jean Renoir | FR | 1938 | Tonfilm)

Mit Bestie Mensch drehte Jean Renoir eines der essenziellen Werke des Poetischen Realismus. Renoirs Werk fühlt sich so an, als hätte Ingmar Bergman einen Film Noir gedreht und schildert eine Kriminalgeschichte voller existenzieller Verzweiflung im Milieu von Eisenbahnern. Hauptdarsteller Jean Gabin spielt ganz groß auf.

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Platz 9: M – Eine Stadt sucht einen Mörder

(Regie: Fritz Lang | DE | 1931 | Tonfilm)

Es wird einstellig: Fritz Langs erster Tonfilm M – Eine Stadt sucht einen Mörder überzeugt mit seiner Dramaturgie, den Parallelmontagen, dem schönen Spiel mit Licht und Schatten sowie mit Hauptdarsteller Peter Lorre, der als Kindermörder Weltruhm erlangte.

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Platz 8: Frau im Mond

(Regie: Fritz Lang | DE | 1929 | Stummfilm)

Direkt ein weiteres Werk von Fritz Lang: Frau im Mond stellt den letzten großen deutschen Stummfilm dar und wirkt dementsprechend sehr ausgereift: Was mit einer krimihaften Exposition beginnt, endet mit einer aus heutiger Sicht amüsanten Reise zum Mond, auf dem die zweite Hälfte und der Showdown stattfinden. Die Effekte und Kulissen sowie einige schöne Höhepunkte sorgen für runde Unterhaltung.

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Platz 7: Voruntersuchung

(Regie: Robert Siodmak | DE, FR | 1931 | Tonfilm)

Satte neun Jahre vor dem „offiziellen“ Beginn des amerikanischen Film Noir schuf Robert Siodmak mit Voruntersuchung bereits einen tollen (deutschen) Prototypen: Die verzwickte Story mit mehreren Wendungen und moralischen Zwickmühlen gefällt ebenso wie die expressiven Schwarz-Weiß-Bilder. Voruntersuchung bietet zudem noch reichlich Spannung, tolle Dialoge und gute Schauspieler. Leider gibt es weltweit keine Veröffentlichung dieses Films.

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Platz 6: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens

(Regie: F.W. Murnau | DE | 1922 | Stummfilm)

Zu gruseln vermag Murnaus Horrorfilmklassiker zwar nicht mehr, doch versprüht Nosferatu noch viel Esprit: Die tollen Viragierungen, die stimmigen Kulissen, Hauptdarsteller Max Schreck und die schöne Musik sorgen für viel Flair und gelungene Stummfilmunterhaltung.

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Platz 5: Hafen im Nebel

(Regie: Marcel Carné | FR | 1938 | Tonfilm)

Nicht nur der typischste, sondern auch der beste Vertreter des poetischen Realismus stammt vom großen Marcel Carné, heißt Hafen im Nebel und erobert Platz fünf der besten Filme bis 1939: Jean Gabin als knarziger Held, schöne Kulissen und eine melancholisch-tragische Handlung mit entsprechender Stimmung sorgen für ein tolles Filmerlebnis.

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Platz 4: Vampyr – Der Traum des Allan Grey

(Regie: Carl Theodor Dreyer | FR, DE | 1932 | beinahe Stummfilm)

Auf den vierten Platz reiht sich der surreale Horrorfilm Vampyr – Der Traum des Allan Grey ein. Regisseur Carl Theodor Dreyer fand großartige Bilder für einen magischen Ort, der aus jeder Zeit gefallen zu sein scheint. Die tollen Effekte und die seltsame Mischung aus Stumm- und Tonfilm sorgen für memorable Momente.

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Platz 3: A Cottage on Dartmoor

(Regie: Anthony Asquith  | GB | 1929 | Stummfilm)

Einen Platz auf dem Siegertreppchen hat sich das britische Stummfilmdrama A Cottage On Dartmoor gesichert. Der Film von Anthony Asquith begeistert mit furioser Montage, geschickt eingesetzten narrativen Tricks und ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern. Da auch die tragische Handlung in fatalistischer Tonalität vorgetragen wird, wirkt der britische Film insgesamt wunderbar düster.

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Platz 2: Das Testament des Dr. Mabuse

(Regie: Fritz Lang | DE | 1933 | Tonfilm)

Und erneut ein Werk von Fritz Lang: Der zweite Teil seiner Mabuse-Reihe erreicht die zweitbeste Platzierung dieses Rankings und überzeugt mit seinem ausgeklügelten Plot, der die Geschichte des Vorgängers clever weiterführt und immer mehr Suspense aufbaut, um schließlich sein Publikum zu überraschen und den Bogen zum ersten Teil zu schlagen. Das ist kaum noch zu toppen, außer durch…

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Platz 1: Dr. Mabuse, der Spieler – Ein Bild der Zeit

(Regie: Fritz Lang | DE | 1922 | Stummfilm)

Fritz Langs erster Mabuse-Film ist das beste Werk der frühen Filmgeschichte! In epochalen viereinhalb Stunden inszeniert der deutsche Meisterregisseur ein großartiges Panoptikum seiner Zeit: einerseits ein cleverer Kriminalfilm, andererseits ein lebendiges Sittengemälde der Weimarer Republik. Neben den großartigen Kulissen und den zahlreichen Höhepunkten fährt Dr. Mabuse, der Spieler mit seinem titelgebenden Bösewicht einen der tollsten Schurken der Filmgeschichte auf.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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