Mit Die Hündin drehte Jean Renoir ganze neun Jahre vor dem Aufkommen des klassischen amerikanischen Film Noir bereits einen Prototypen, der typische Merkmale der Strömung aufweist und aufzeigt, welch großen Einfluss das europäische Kino jenseits des Atlantiks ausübte.

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Filmkritik:

Allerdings handelt es sich bei Die Hündin nicht um einen Kriminalfilm, sondern Renoirs Werk steht noch in der Tradition des Poetischen Realismus, mit düsterem Anstrich freilich. Dementsprechend richten sich Drehbuch und Regie nicht auf Spannungsszenen aus, sondern schildern den Weg des Protagonisten in den Abgrund vorhersehbar und erzeugen über das Wissen des Zuschauers und die „Blindheit“ der Hauptfigur eine latente tragische Atmosphäre.

Die Stärke von Die Hündin ist seine Menschlichkeit, was sich auch im Finale widerspiegelt: Nicht, dass der von Michel Simon wunderbar gespielte Protagonist für seine Leidenschaft bestraft wird, stellt das große Drama dar, sondern wie er zurückfällt in sein freudloses altes Dasein und damit derart weiter lebt.

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DER REGISSEUR

In den Dreißigern entwickelte sich Jean Renoir zum einflussreichsten Regisseur seiner Zeit. Mit seinen schonungslosen Sozialdramen belebte er den Poetischen Realismus und inspirierte sowohl den Film Noir als auch den Italienischen Neorealismus. Der düstere Tonfall seiner Meisterwerke verdeckt allerdings nie den zutiefst humanistischen Kern – Renoir trat stets für Moral und Mitgefühl ein.

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DER REGISSEUR

In den Dreißigern entwickelte sich Jean Renoir zum einflussreichsten Regisseur seiner Zeit. Mit seinen schonungslosen Sozialdramen belebte er den Poetischen Realismus und inspirierte sowohl den Film Noir als auch den Italienischen Neorealismus. Der düstere Tonfall seiner Meisterwerke verdeckt allerdings nie den zutiefst humanistischen Kern – Renoir trat stets für Moral und Mitgefühl ein.

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DIE STRÖMUNG

Beim Poetischen Realismus gehen Magie und Melancholie Hand in Hand. Geprägt durch die französische Wirtschaftskrise der Dreißiger Jahre, porträtiert die Strömung Menschen aus einfachen Verhältnissen und richtet sein Augenmerk auf ihre Milieus. Oft kämpfen die Protagonisten des Poetischen Realismus um ihr persönliches Glück und scheitern dabei an den Umständen oder dem Schicksal.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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