Erinnerungen an die Unterentwicklung

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Filmkritik:

Erinnerungen an die Unterentwicklung zählt zu den wichtigsten Klassikern des kubanischen Kinos und wirkt streckenweise wie ein Essayfilm: Zwar führt das Werk von Regisseur Tomás Gutiérrez Alea mit einem groben Handlungsrahmen durch die Spielzeit, schweift jedoch immer wieder ab und beobachtet in teilweise dokumentarisch wirkenden Szenen das Kuba nach der sozialistischen Revolution: Erinnerungen an die Unterentwicklung thematisiert dabei hauptsächlich die verlorene nationale Identität, die auch die Menschen des Landes in eine Art Vakuum stößt – Kuba befindet sich im Wandel und muss erst noch eine neue Beziehung zu seinen Bürgern aufbauen.

Sowohl Staat als auch Bürger suchen noch nach einer Identität, ohne die das Leben stillzustehen, gleichzeitig alles und nichts möglich zu sein scheint. Dies veranschaulicht Erinnerungen an die Unterentwicklung gut und stellt damit ein interessantes Dokument seiner Zeit dar, das allenfalls etwas zu kopflastig und zu wenig emotional ausfällt.

Handlung:

Sergio, ein bürgerlicher Intellektueller, wird im Havanna der Kuba-Krise umhergetrieben. Er erlebt, wie die Reichen und Besitzenden nach dem Sieg der Revolution die Insel in Scharen verlassen, beschließt selbst aber zu bleiben – und Halt zu finden in einer neuen Epoche, in der nicht alles anders, aber so spürbar vieles in der Schwebe ist, in der Hoffnungen und Enttäuschungen ganz nahe beieinander sind.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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