Nach einigen Technicolor-Filmen wie dem fiebrigen Nonnen-Horrorfilm Die schwarze Narzisse oder dem Black Swan-Original Die roten Schuhe schuf das britische Regieduo Powell & Pressburger mit Experten aus dem Hinterzimmer einen deutlich abweichenden Film mit tristen Schwarz-Weiß-Bildern und vom Krieg gebeutelten Protagonisten. Nur wenige Jahre nach Kriegsende gelang es mühelos, die düstere Stimmung der Kriegszeit wieder aufleben zu lassen.

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Filmkritik:

Experten aus dem Hinterzimmer ist kein „großer“ Film mit einer ausgeklügelten Handlung; vielmehr schildert er ein Einzelschicksal unter vielen und bedient sich dabei verschiedenster Mittel: Sowohl Film Noir-Anleihen als auch eine an expressionistische Stummfilme erinnernde Deliriumssequenz sorgen für optische Pluspunkte, während der typische Humor des britischen Regieduos zumindest szenenweise für milde Erheiterung in dem grundsätzlich ernsten Werk sorgt.

Besonders überzeugend agieren zudem die Darsteller – David Farrar liefert eine großartige Performance in der Hauptrolle ab. Fans von Powell und Pressburger sollten sich Experten aus dem Hinterzimmer allein wegen seines Kontrasts zu den Technicolor-Filmen nicht entgehen lassen; wer sich Begegnung als Weltkriegsmelodram vorstellen kann, könnte ebenfalls einen Blick riskieren.

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DIE ÄRA

Die Vierziger Jahre wurden durch den Zweiten Weltkrieg geprägt. Die pessimistische Weltlage schwappte in die Filmwelt über und sorgte für einen ernsteren Tonfall und düstere Bilder. Gleich zwei Strömungen von Weltruf entstanden in diesem Jahrzehnt: Der Film Noir mit seinen harten Genrefilmen und der Italienische Neorealismus mit seinem Pessimismus.

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DAS GENRE

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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ÜBER DEN KRITIKER

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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