Die unnachgiebige und strenge indische Filmzensur hat den Regisseur Q nicht davon abhalten können, Gandu zu drehen, der provokativ, völlig entfesselt und wider aller Zensur einen puren Filmtrip bietet, ein Manifest gegen die eingeschränkte Kunstfreiheit darstellt.

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Filmkritik:

Somit ging es in Gandu weniger um das Erzählen einer (folgerichtig nur rudimentär vorhandenen) Geschichte, sondern schlicht darum, einen Film zu drehen, den es nicht geben darf: Seine bloße Existenz als Schlag gegen die indische Zensur und letztlich als einziger Inhalt des Werkes.

Formal fällt Gandu zumindest interessant aus und setzt auf einen energetischen Bilderrausch, der mit mörderischem Schnitt, fordernder Kadrage und somnambuler Atmosphäre auf seltsame Art und Weise fesselt. Gleich im doppelten Sinn stellt jedoch die Musik den Puls von Gandu dar: Sie treibt den Film stetig voran, ist Taktgeber und Gestaltungsmerkmal in einem. Im Nachhinein erweist sich Gandu jedoch leider als fade, weil seine Ebenen zu wenig zusammenpassen und er letztlich politisches Ausrufezeichenkino bleibt.

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DAS GENRE

Die Komödie zählt zu den Grundfesten des Kinos und funktioniert – wie auch der Horrorfilm – affektgebunden. Deshalb bringt uns der Slapstick aus den Stummfilmen von Charlie Chaplin genauso zum Lachen wie die rasenden Wortgefechte der Screwball-Komödien aus den Dreißiger Jahren, die spleenigen Charaktere von Woody Allen oder die wendungsreichen Geschichten von Billy Wilder.

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DAS GENRE

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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