Spartacus

Filmkritik: Spartacus ist das Produkt einer Enttäuschung: Nachdem Kirk Douglas eine Absage für die Hauptrolle in William Wylers Ben Hur erhalten hatte und mit ansehen musste, wie der seinerzeit mit 15 Millionen Dollar Produktionskosten teuerste Film der Kinogeschichte sagenhafte elf Oscars gewann, drehte Douglas als ausführender Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion sein "eigenes" Epos. Douglas' Ehrgeiz, gepaart mit [...]

Barry Lyndon

Filmkritik: Unter den vielen Meisterwerken von Stanley Kubrick fristet Barry Lyndon eher ein Schattendasein, während die allgemeine Aufmerksamkeit sich in der Regel auf die effektvolleren Filme wie Uhrwerk Orange oder 2001: Odyssee im Weltraum richtet. Das ist schade, denn Barry Lyndon hat durchaus einiges zu bieten. Der Titel des Films sollte derweil nicht zu der Annahme verleiten, Kubricks [...]

Yojimbo – Der Leibwächter

Filmkritik: Unter den vielen Klassikern von Akira Kurosawa zählt Yojimbo zu den einflussreichsten: Er prägte ein ganzes Genre, machte einen neuen Figurentypus populär und zog zwei gelungene Remakes nach sich. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Handlung von Yojimbo, in der ein herrenloser Samurai in einem Kaff im Nirgendwo zwei Gangsterbanden gegeneinander ausspielt, an einen Western erinnert: [...]

Der Name der Rose

Filmkritik: Bereits sechs Jahre nach der Veröffentlichung von Umberto Ecos literarischem Welterfolg Der Name der Rose brachte Produzent Bernd Eichinger die Filmadaption in die Kinos und verpflichtete eine Besetzung, die von Sean Connery als scharfsinniger Mönch, der eine Mordserie in einer Abtei aufklären muss, angeführt wird. Nun stellt der klassische Whodunnit-Plot auch im Roman das zentrale Motiv dar, [...]

Sword Of Doom

Filmkritik: Sword Of Doom spielt am Ende der Edo-Zeit, wo sich das feudale Japan immer mehr der Industrialisierung zuwandte und feudale Strukturen und Klassen sich nach und nach auflösten. Am Beispiel eines jeglichem Kodex abtrünnig gewordenen Samurai formuliert der Film von Kihachi Okamoto einen Abgesang auf die einst so edle Kaste. Als problematisch erweist sich indes die narrative [...]

Aguirre, der Zorn Gottes

Filmkritik: Werner Herzogs Aguirre, der Zorn Gottes bedeutete die erste von fünf Arbeiten zwischen Herzog und Enfant terrible Klaus Kinski und wurde bereits in der Vorproduktion von Termin- und Finanzierungsproblemen zurückgeworfen. Letztlich drehte Herzog seinen Film mit einem eigentlich zu geringem Budget von 370.000 Dollar, wovon allein ein Drittel für Kinski veranschlagt werden musste. Herzog blieb nichts anderes übrig, [...]

Das Höllentor

Filmkritik: Mit Das Höllentor inszenierte Teinosuke Kinugasa einen melodramatischen Historienfilm, der insbesondere von seiner Optik lebt. Der Film setzt auf enorm farbenprächtige Kostüme und Kulissen und sorgt damit für eine imposante und expressive visuelle Ausgestaltung, die mit der überbordenden Hingabe des Protagonisten an seine Auserwählte einhergeht. Wobei die Illustration von dessen selbstzerstörerischer, wahnhafter Hingabe allerdings einen Großteil der Handlung [...]

The Tale of Zatoichi Continues

Filmkritik: Das zweite Werk der 25-teiligen Filmserie, schlicht The Tale of Zatoichi Continues betitelt, führt Teil 1 ohne große Brüche fort – Zatoichi reist durch Japan und wird erneut in eine Auseinandersetzung gezogen. Dabei verbessert Teil 2 zwei Mankos aus dem Vorgänger – einerseits erfährt der Zuschauer nun auch erstmals mehr zu den Hintergründen des blinden Protagonisten, andererseits findet [...]

The Tale Of Zatoichi

Filmkritik: Die Figur des blinden Masseurs Zatoichi, der sich überraschenderweise als Meisterkämpfer entpuppt und seine Dienste in moralische Angelegenheiten einbringt, ist in Japan äußerst populär. Zwischen 1962 und 1973 entstanden nicht weniger als 25 Filme in einer Reihe, von denen The Tale Of Zatoichi der erste war. Das Werk von Kenji Misumi zeigt das feudale Japan in stimmungsvollen [...]

A Bloody Spear at Mount Fuji

Filmkritik: Der Jidai-geki (Historienfilm) zählt zu den Eckpfeilern der japanischen Kinokultur und hat in Form des Chambara, also des Schwertkampffilms, so einige Klassiker (u. a. Yojimbo, Sword Of Doom) hervorgebracht. Doch 1955 traute sich der Regisseur Tomu Uchida unter dem irreführenden Titel A Bloody Spear at Mount Fuji, mit den Konventionen zu brechen: Unter dem Deckmantel des Historienfilms [...]