Mit Hände über der Stadt inszenierte der Vorzeige-Politfilmer Italiens, Francesco Rosi, ein anschauliches und dank seiner zeitlosen Inszenierung auch heute noch aktuelles Beispiel für die Missstände einer Demokratie – gewohnt kritisch wirft der Filmemacher beispielhaft einen Blick auf die Stadtverwaltung Neapels, die die Bürger der Stadt zwar nominell vertritt, innerhalb des politischen Systems der Demokratie jedoch problemlos eigene Interessen verfolgen kann.

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Filmkritik:

Der Clou des Films: in Hände über der Stadt setzt keine Mafia die Abgeordneten unter Druck und absolut niemand verstößt gegen Gesetze, sondern viel schlimmer – das System selbst lässt das lediglich moralisch streitbare Handeln der Abgeordneten schlichtweg zu, ebenso wie die Bürger, die die Vorgänge nicht verstehen, nicht hinterfragen oder schlichtweg verdrossen ignorieren.

Rosis dokumentarisch anmutende Inszenierung bestätigt im Grunde, dass sich sein Film nicht gegen seine Protagonisten, die Politiker, richtet, sondern gegen die apathischen Bürger. Hände über der Stadt ist kein spannender Film und erzählt keine emotionale Geschichte, aber auf clevere Art und Weise gelingt es Rosis Werk, die Nachteile unseres politischen Systems anschaulich darzustellen.

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DIE ÄRA

Die Sechziger Jahre zählen zu den revolutionärsten Jahrzehnten der Kinogeschichte. Mehrere Strömungen – die neuen Wellen – verschoben künstlerische Grenzen und modernisierten die Filmsprache. Viele Regisseure ließen die themen der vorherigen Generationen hinter sich und drehten freiere, gesellschaftskritischere Werke.

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