Very british kommt Ipcress, das erste Werk der Trilogie um den Geheimagenten Harry Palmer, daher und verzichtet auf die Merkmale, die das Kinopublikum damals – wohl vor allem wegen der James Bond-Reihe – mit einem Agenten Ihrer Majestät in Verbindung brachte. Statt mit Gadgets und Actionszenen muss sich der vom noch jungen Michael Caine mit Brille und Süffisanz gespielte Geheimagent mit reichlich Formularen und Berichtsbögen, miefigen Büros und knickrigen Vorgesetzten herumschlagen.

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Filmkritik:

Somit wirkt das Geschehen eher wie aus der Feder von John le Carré, glänzt dabei jedoch im Gegensatz zu Der Spion, der aus der Kälte kam und Co. mit trockener Ironie, die vor allem über die amüsanten Kommentare von Caines Figur sowie dessen nonchalanten Trotz transportiert wird.

Getragen von diesem witzigen britischen Understatement verläuft die erste Filmhälfte ziemlich unterhaltsam, im weiteren Verlauf konzentriert sich Ipcress dann mehr auf das Weiterstricken des Plots, der Humor rückt zugunsten einer spannungsorientierteren Tonalität in der Hintergrund, doch dabei verliert der Film seine Dynamik und seinen Charme, auch das Tempo im letzten Drittel scheint nicht optimal getroffen. Die letzten Minuten erweisen sich dann zumindest als spannend, wenn auch Ipcress hier nicht unbedingt zu überraschen vermag.

So überzeugt der erste Teil der Palmer-Trilogie nicht durchgehend, bietet Fans von Agentenfilmen aufgrund seines Charmes und des Charismas von Michael Caine (Fun Fact: Er spielte hier die erste männliche Hauptrolle mit Brille in einem Mainstreamfilm) jedoch eine nette Abwechslung zu Bond und Bourne.

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DIE ÄRA

Die Sechziger Jahre zählen zu den revolutionärsten Jahrzehnten der Kinogeschichte. Mehrere Strömungen – die neuen Wellen – verschoben künstlerische Grenzen und modernisierten die Filmsprache. Viele Regisseure ließen die themen der vorherigen Generationen hinter sich und drehten freiere, gesellschaftskritischere Werke.

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