Der australische Kultfilm Mad Max machte Mel Gibson im Alter von 23 Jahren zum Star und feierte einen überraschenden Siegeszug durch die globalen Lichtspielhäuser. Dabei verwundert insbesondere, dass dies trotz der rohen Ästhetik des selbst für australische Verhältnisse niedrig budgetierten Films möglich wurde – im Grunde wirkt Mad Max optisch wie ein billig heruntergedrehter TV-Film.

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Filmkritik:

Allerdings macht das Drehbuch keine Gefangenen und begibt sich durchgängig in die Nähe des Exploitation-Sektors – zwar wird in den drastischen Szenen gnädig weggeschwenkt oder -geschnitten, doch der fatalistische Gestus des Debütfilms von George Miller wird dadurch kaum gemildert.

Unbequem wird Mad Max dann aber doch nicht, weil das Script es sich viel zu einfach macht und sämtliche Figuren platte (und im Falle der Antagonisten fast schon cartooneske) Drehbuchgestalten ohne Profil sind, selbst Mel Gibsons Hauptfigur nicht mehr Persönlichkeit hat, als sein stoischer Blick ausdrücken könnte.

Zudem gestaltet sich die Dramaturgie viel zu unstet und vorhersehbar, sodass der Unterhaltungsfaktor sich doch ziemlich in Grenzen hält und dem Zuschauer reichlich Gelegenheit gibt, die vielen vergnüglichen homoerotischen Akzente zur Kenntnis zu nehmen, die dann im Nachfolger noch deutlicher zutage treten.

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DIE ÄRA

Die durch die neuen Wellen der Sechziger Jahre eingeleiteten Veränderungen nahmen auch in den Siebzigern Einfluss. In den USA entstand das New Hollywood und in Europa u.a. der Neue Deutsche Film. Erstmals kumulierten hohe Studiobudgets und die Kreativität junger Regisseure. Gegen Ende der Siebziger sorgte eine neue Entwicklung für die Wende: Die ersten Blockbuster erschienen und etablierten das Konzept marketinginduzierter Kino-Franchises.

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Das Actiongenre zählt zu den ursprünglichsten Formen des Kinos. Das Medium Film begann als Show der Sensationen und findet noch heute seine Entsprechung: in aufwändigen Martial-Arts-Choreographien, rassigen Verfolgungsjagden und ausufernden Schusswechseln. Actionfilme geben uns die Möglichkeit, wieder Kind zu sein und leichtfertigem Eskapismus zu frönen.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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