Malastrana

Regie: | Jahrzehnt: | Genre: ,


Filmkritik:

Der mysteriöse Krimi Malastrana weist eine interessante narrative Idee auf und erzählt seinen Plot aus der rückwirkenden Sicht einer Leiche. Die europäische Koproduktion orientiert sich dabei des Öfteren am Giallo, kommt jedoch wesentlich eigenständiger daher und verzichtet auf obligatorische Stilmittel der italienischen Spielart des Horrorfilms.

So geht es Regisseur Aldo Lado weniger um Thrill, als vielmehr um eine morbide Atmosphäre, die er in ungewöhnlich langsamem Tempo aufbaut. Der subtile Score von Ennio Morricone und die stimmungsvollen Prager Schauplätze tragen dazu wesentlich bei. Ebenfalls positiv agieren die Darsteller, die zudem nicht unbekannt sind: Mit Barbara Bach, Ingrid Thulin, Jean Sorel und Mario Adorf versammeln sich etablierte Akteure vor der Kamera.

Das schleppende Tempo von Malastrana wäre kein großes Problem, würde das Script einige Höhepunkte oder dramaturgische Höhen und Tiefen auffahren, doch das ist leider nicht der Fall, sodass Lados Werk über weite Strecken wenig prägnant ausfällt und seine mysteriöse Grundstimmung bisweilen zu kippen droht. Das perfide Finale entschädigt zwar nicht für die fehlende Spannung, bleibt jedoch zumindest nachhaltig im Hinterkopf. Für Giallo-Fans vor allem für Liebhaber europäischer Krimis der Siebziger Jahre ist Malastrana einen Blick wert, ein mitreißendes Horrorfilmerlebnis bietet das Werk von Aldo Lado hingegen eher weniger.

Handlung:

Im Prager Stadtpark findet ein Wächter den leblosen Körper des amerikanischen Journalisten Gregory Moore. Obwohl er ins Leichenschauhaus gebracht wird und die Ärzte ihn für tot halten, lebt Gregory noch und liegt im Wachkoma. Langsam erinnert er sich an die Umstände, unter denen er in diesem Zustand gelangt ist. Alles begann mit dem Verschwinden seiner Freundin…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-16T12:58:37+00:00

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