Port Of Flowers, der Debütfilm von Keisuke Kinoshita, erschien 1943 und damit in der Hochphase des Zweiten Weltkrieges. Zunächst beginnt sein Film wie eine heitere Komödie und schildert das Leben eines kleinen Küstendorfes und die Ankunft zwei Hochstapler, die unabhängig voneinander eintreffen und sich beinahe in die Quere kommen, dann jedoch zusammenarbeiten. Unter dem Vorwand, wie ihr angeblicher Vater eine Schiffsfertigung bauen zu wollen, gründen die beiden eine Gesellschaft und verleiten die naiven Anführer des Dorfes dazu, kräftig zu investieren.

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Filmkritik:

Hier macht Port Of Flowers sich aber keinesfalls über die gutgläubigen Dorfbewohner lustig, sondern zeigt sie als herzensgute Menschen. Auch kommen die beiden Betrüger nicht umhin, die Schönheit der Landschaft und des Meeres zu bemerken. Kinoshita etabliert eine beschwingte Stimmung und sympathische Figuren, doch dann wendet sich das Blatt und Port Of Flowers offenbart, dass die Handlung um rund anderthalb Jahre zurückverlegt wurde: Die Dorfbewohner erfahren vom Angriff des japanischen Kaiserreiches auf Pearl Harbor und dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg.

Nun entwickelt sich Port Of Flowers zum Propagandafilm und läutert seine Betrüger, denn Japan benötigt nun viele Schiffe, sodass die Hochstapler ihren Plan aufgeben, um sich in den allseits gutgeheißenen Krieg des Vaterlandes zu stellen.

Kinoshita gelingt es, das Verhalten seiner Figuren recht organisch herbeizuführen, sodass das Geschehen nie künstlich oder unglaubwürdig wirkt; dennoch bleibt Port Of Flowers deutlich propagandaorientiert, was aus heutiger Sicht bedenklich stimmt und den friedliebenden Titel ad absurdum führt.

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DIE ÄRA

Die Vierziger Jahre wurden durch den Zweiten Weltkrieg geprägt. Die pessimistische Weltlage schwappte in die Filmwelt über und sorgte für einen ernsteren Tonfall und düstere Bilder. Gleich zwei Strömungen von Weltruf entstanden in diesem Jahrzehnt: Der Film Noir mit seinen harten Genrefilmen und der Italienische Neorealismus mit seinem Pessimismus.

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DAS GENRE

Die Komödie zählt zu den Grundfesten des Kinos und funktioniert – wie auch der Horrorfilm – affektgebunden. Deshalb bringt uns der Slapstick aus den Stummfilmen von Charlie Chaplin genauso zum Lachen wie die rasenden Wortgefechte der Screwball-Komödien aus den Dreißiger Jahren, die spleenigen Charaktere von Woody Allen oder die wendungsreichen Geschichten von Billy Wilder.

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ÜBER DEN KRITIKER

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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