Port Of Flowers

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Filmkritik:

Port Of Flowers, der Debütfilm von Keisuke Kinoshita, erschien 1943 und damit in der Hochphase des Zweiten Weltkrieges. Zunächst beginnt sein Film wie eine heitere Komödie und schildert das Leben eines kleinen Küstendorfes und die Ankunft zwei Hochstapler, die unabhängig voneinander eintreffen und sich beinahe in die Quere kommen, dann jedoch zusammenarbeiten. Unter dem Vorwand, wie ihr angeblicher Vater eine Schiffsfertigung bauen zu wollen, gründen die beiden eine Gesellschaft und verleiten die naiven Anführer des Dorfes dazu, kräftig zu investieren.

Hier macht Port Of Flowers sich aber keinesfalls über die gutgläubigen Dorfbewohner lustig, sondern zeigt sie als herzensgute Menschen. Auch kommen die beiden Betrüger nicht umhin, die Schönheit der Landschaft und des Meeres zu bemerken. Kinoshita etabliert eine beschwingte Stimmung und sympathische Figuren, doch dann wendet sich das Blatt und Port Of Flowers offenbart, dass die Handlung um rund anderthalb Jahre zurückverlegt wurde: Die Dorfbewohner erfahren vom Angriff des japanischen Kaiserreiches auf Pearl Harbor und dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg.

Nun entwickelt sich Port Of Flowers zum Propagandafilm und läutert seine Betrüger, denn natürlich benötigt Japan nun viele Schiffe, sodass die Hochstapler ihren Plan aufgeben, um sich in den allseits gutgeheißenen Krieg des Vaterlandes zu stellen. Kinoshita gelingt es, das Verhalten seiner Figuren recht organisch herbeizuführen, sodass das Geschehen nie künstlich oder unglaubwürdig wirkt; dennoch bleibt Port Of Flowers deutlich propagandaorientiert, was aus heutiger Sicht bedenklich stimmt und den friedliebenden Titel ad absurdum führt.

Handlung:

Die Dorfältestesten befinden sich in heller Aufregung, als der Sohn eines inzwischen verstorbenen ehemaligen Geschäftsmannes, der sich vor vielen Jahren einen guten Ruf erarbeitet hatte, seinen Besuch ankündigt, um wie sein Vater eine Schiffsbaugesellschaft zu gründen. Noch größer ist die Überraschung, als innerhalb von einer Stunde gleich zwei Söhne eintreffen. Was niemand ahnt: Beide sind Hochstapler, die – nachdem sie sich beinahe gegenseitig die Tour vermasseln – zusammenarbeiten, um das Geld der Dorfgemeinschaft zu veruntreuen. Doch dann kommt alles anders…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-16T14:47:13+00:00

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