Als Videospielverfilmungen zu Beginn des neuen Jahrtausends einen kleinen Boom erlebten, zählte Resident Evil neben Tomb Raider zu den Speerspitzen und legte den Grundstein für ein inzwischen sechsteiliges Franchise, das zwar weder Blockbusterdimensionen erreichte, noch die Puristen unter den Videospielfans auf seine Seite zog, aber mit einem ordentlichen Produktionsniveau eine solide Fanbasis aufbauen konnte.

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Filmkritik:

Der erste Teil der Reihe geht keinerlei Risiko ein und setzt auf ganz konventionelle Kost: Action-, Horror- und Science-Fiction-Elemente werden zu gleichen Teilen vermischt, mit einer generischen Story kombiniert und um einige eindimensionale Charaktere angereichert. Resident Evil verlässt sich also vollends auf Tugenden des Genres und liefert letztlich solide Unterhaltung.

Während Milla Jovovich in der Hauptrolle zumindest Ausstrahlung mitbringt, erweist sich der Plot als lahm und auch die Action verläuft eher unspektakulär. Als beste Szenen des Films erweisen sich ironischerweise jene, in denen nichts passiert; hier kann Resident Evil dann zumindest etwas Atmosphäre aufbauen, scheint dem jedoch nicht ganz zu trauen und liefert dann grundsätzlich auf jede ruhige Szene eine Actioneinlage hinterher.

Mit seinen Zombies weiß das Drehbuch nicht wirklich etwas anzufangen, in stumpfen Massen belagern sie die Protagonisten, besondere Highlights bleiben aus. Einzig ein mutiertes Ungetüm bringt zum Finale hin etwas Dynamik in den Film, aufgrund der inzwischen deutlich als veraltet erkennbaren Computereffekte hält sich die Spannung jedoch auch hier in Grenzen. Wer leichte Unterhaltung sucht, wird von Resident Evil auf grundsolidem Niveau bedient, etwas Besonderes bietet der Film von Paul W. S. Anderson jedoch nicht.

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DAS GENRE

Das Actiongenre zählt zu den ursprünglichsten Formen des Kinos. Das Medium Film begann als Show der Sensationen und findet noch heute seine Entsprechung: in aufwändigen Martial-Arts-Choreographien, rassigen Verfolgungsjagden und ausufernden Schusswechseln. Actionfilme geben uns die Möglichkeit, wieder Kind zu sein und leichtfertigem Eskapismus zu frönen.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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