Der junge Charles Burnett drehte seine UCLA-Abschlussarbeit Schafe töten mit niedrigem Budget (Stipendiengeld) an Wochenenden und fand direkt mit diesem ersten Langfilm Eingang in die amerikanische Filmgeschichte: Das American Film Institute erwählte sein Werk zu den „essential films“ und bei der Berlinale 1981 gab es den Kritikerpreis.

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Filmkritik:

Das mag zunächst aufgrund der sperrigen, nicht dem Mainstream anbiedernden Thematik überraschen. Wenn vorzeitig gealterte schwarze Männer hart arbeiten und sonst nicht viel zu sagen haben, ihre Frauen den Abwasch besorgen und die Kinder sich draußen in grauen Trümmern herumtreiben, sich mit Steinen bewerfen, dann wirkt das ohne Vorwissen wie ein Blick in afrikanische Slums, doch spielt der Film im zeitgenössischen Los Angeles.

In seinem Naturalismus und mit seinen schmucklosen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, aber auch wegen des Sujets erinnert Schafe töten an die Werke des Italienischen Neorealismus und betrachtet weitestgehend wertungsfrei und ohne bemüht eingewobene Identifikations- oder gar Sympathieflächen den Alltag im Armenviertel – die trostlose Atmosphäre ist Trumpf und könnte Liebhaber von amerikanischen Independentfilmen oder des Neorealismus einen Blick wert sein.

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DIE ÄRA

Die durch die neuen Wellen der Sechziger Jahre eingeleiteten Veränderungen nahmen auch in den Siebzigern Einfluss. In den USA entstand das New Hollywood und in Europa u.a. der Neue Deutsche Film. Erstmals kumulierten hohe Studiobudgets und die Kreativität junger Regisseure. Gegen Ende der Siebziger sorgte eine neue Entwicklung für die Wende: Die ersten Blockbuster erschienen und etablierten das Konzept marketinginduzierter Kino-Franchises.

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DIE ÄRA

Die durch die neuen Wellen der Sechziger Jahre eingeleiteten Veränderungen nahmen auch in den Siebzigern Einfluss. In den USA entstand das New Hollywood und in Europa u.a. der Neue Deutsche Film. Erstmals kumulierten hohe Studiobudgets und die Kreativität junger Regisseure. Gegen Ende der Siebziger sorgte eine neue Entwicklung für die Wende: Die ersten Blockbuster erschienen und etablierten das Konzept marketinginduzierter Kino-Franchises.

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DAS GENRE

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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