Zehn Jahre nach Episode III gingen die Produzenten bei Das Erwachen der Macht kein Risiko ein – die inzwischen in den Bestand von Disney gewanderte Marke muss den Kaufpreis schließlich schnellstmöglich refinanzieren. Dementsprechend fußt der Film auf einem Drehbuch nach Schema F, das möglichst viel leichten Humor in die Dialoge bringt und jeder relevanten Figur ein paar innere und äußere Konflikte, aber leider wenig Persönlichkeit mit auf den Weg gibt.

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Filmkritik:

Angesichts der Tatsache, dass das Script mittelfristig das Fundament für zwei weitere Episoden bilden und gleichzeitig genug kurzfristige Spannungspunkte auffahren muss, ist es verständlich, dass Das Erwachen der Macht nicht auch noch zusätzliche Rückblicke auf die Mythen der Vergangenheit werfen kann, sondern durchgängig im Hier und Jetzt verortet bleibt.

Dass das Drehbuch im Grunde die komplette Episode IV recycelt, stimmt allerdings bedenklich und kann nur dank des hohen Tempos ein wenig kaschiert werden. Da ständig etwas passiert, bietet Das Erwachen der Macht zumindest leidlich solide Blockbusterunterhaltung und punktet insbesondere mit den Actionszenen, die weitaus weniger CGI-lastig sind als in den vergangenen Teilen und somit deutlich physischer wirken.

Fans von Jedi-Duellen werden allerdings enttäuscht, denn die Macht spielt eine untergeordnete Rolle in Episode VII. Zum Ende hin kommt dennoch ein Hauch Retro-Magie auf und macht Lust auf den nächsten Teil – Das Erwachen der Macht weist diverse Schwächen auf, doch auch Episode IV und Episode I stellten die schwächsten Filme der jeweiligen Trilogien dar… wir dürfen gespannt bleiben.

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Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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