Strömung: Nouvelle Vague

Weekend

Filmkritik: Weekend zählt zu den radikalsten Werken im Schaffen von Jean-Luc Godard und beschreibt eine Gesellschaft, die sich in Auflösung befindet. Jede Interaktion zwischen den Menschen ist geprägt durch Misstrauen, das sich in Aggressionen und Gewalt entlädt. Dabei macht das episodenhafte Road-Movie auch vor seinem Publikum nicht Halt: Nach einer so düster wie intimen, an Werke von Ingmar [...]

Weekend

Die Chinesin

Filmkritik: Wie schon in den vorangegangenen Werken von Jean-Luc Godard, erweist sich auch Die Chinesin als überaus politischer Film, der keine klassische Narration aufbaut, sondern episodenhaft und dokumentarisch Szenen zeigt, in denen die Protagonisten politische Thesen aufstellen und diskutieren. Lose auf einem Dostojewski-Roman basierend, entwirft der französische Filmemacher in seinem Porträt einer fünfköpfigen Studentenkommune einen Diskussionsraum im Wortsinne, [...]

Die Chinesin

Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß

Filmkritik: Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß schildert einen Tag im Leben einer Frau, vom Morgen bis zu Abend. Anhand dieses in sich geschlossenen Porträts dokumentiert Jean-Luc Godard den Stand der modernen westlichen Konsumgesellschaft und kommt gewohnt kritisch zu einem Ergebnis: Wer konsumieren will, muss sich prostituieren. Dass die Protagonistin dies hier ab und an, [...]

Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß

Made in USA

Filmkritik: Nachdem sich Jean-Luc Godard bereits in vorherigen Filmen an die Grenzen von Narration und Genreregeln vorgewagt hatte, sprengt er diese mit Made in USA regelrecht - und scheitert grandios. Ironischerweise beweist der Franzose mit seinem Film den Sinn von den filmischen Konventionen, denen er abgeschworen hat. Es mag auch mit den Produktionsbedingungen zu tun haben, dass Made [...]

Made in USA

Maskulin – Feminin

Filmkritik: Maskulin - Feminin war das erste Werk von Jean-Luc Godard, das dieser nach dem Abschluss der von ihm selbst als "romantisch" bezeichnete Schaffensphase drehte. Auf seinen bemerkenswerten Farbfilm Elf Uhr nachts folgte wieder einmal gänzlich Gegenteiliges: Erneut drehte der Franzose in Schwarz-Weiß und in 4:3 statt in Cinemascope und 21:9; erneut verzichtete er komplett auf eine Handlung [...]

Maskulin – Feminin

Elf Uhr nachts

Filmkritik: Elf Uhr nachts, das zehnte Werk im erst fünfjährigen Schaffen von Jean-Luc Godard, markiert das Ende der ersten, von ihm selbst als "romantisch" bezeichneten Phase seines Outputs. Angefangen bei seinem bemerkenswerten Debüt mit Außer Atem, erarbeitete sich der Franzose eine eigene Filmsprache und befreite seine Werke von den Fesseln der Erzählkinos, löste sich von festen Narrativen und [...]

Elf Uhr nachts

Eine verheiratete Frau

Filmkritik: Nachdem Jean-Luc Godard mit Die Verachtung einen überaus gelungenen, aber untypischen Film drehte, kehrte er mit Eine verheiratete Frau wieder in sein gewohntes Arbeitsfeld zurück: Wie schon mehrmals zuvor steht eine Frau im Mittelpunkt einer nur sporadisch formulierten Handlung, in Szene gesetzt in schönen Schwarz-Weiß-Bildern von Raoul Coutard. Fragmente aus 24 Stunden im Leben einer verheirateten Frau [...]

Eine verheiratete Frau

Die Verachtung

Filmkritik: Die Verachtung ist ein Film der Dissonanzen und Zwischentöne. Doch obwohl dem Klassiker von Jean-Luc Godard nachgesagt wird, er sei verschlossen und beliebig zugleich, wohnt ihm eine seltsame Spannung inne, die ihn bei jedem Schauen noch so unergründlich wie beim ersten Mal wirken lässt und sein Publikum seit Jahrzehnten fasziniert. Selbst im vielseitigen Schaffen von Godard nimmt [...]

Die Verachtung

Die Karabinieri

Filmkritik: Die Karabinieri zählt zu den eher unbekannten Werken im Oeuvre von Jean-Luc Godard, hat es jedoch in vielerlei Hinsicht in sich: Es ist der einzige Antikriegsfilm der Nouvelle Vague und verdeutlicht die Abkehr des Franzosen von seinem beschwingten Frühwerk. Mit diesem hat sein fünftes Werk nicht mehr viel gemein - ohne Selbstreferenzialität und Verspieltheit wagt sich Godard [...]

Die Karabinieri

Die Geschichte der Nana S.

Filmkritik: Mit Die Geschichte der Nana S. setzte Jean-Luc Godard im Vergleich zum bunten, komödiantischen vorherigen Werk Eine Frau ist eine Frau auf totales Kontrastprogramm und inszenierte eine düstere Passionsgeschichte, wie sie im französischen Kino durchaus Tradition hat. Godard ist sich dessen bewusst und verweist hier sogar direkt auf eines seiner Vorbilder, Carl-Theodor Dreyers Die Passion der Jungfrau [...]

Die Geschichte der Nana S.