The Tale Of Zatoichi

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Filmkritik:

Die Figur des blinden Masseurs Zatoichi, der sich überraschenderweise als Meisterkämpfer entpuppt und seine Dienste in moralische Angelegenheiten einbringt, ist in Japan äußerst populär. Zwischen 1962 und 1973 entstanden nicht weniger als 25 Filme in einer Reihe, von denen The Tale Of Zatoichi der erste war.

Das Werk von Kenji Misumi zeigt das feudale Japan in stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Bildern und siedelt seine Geschichte in einem kleinen Flecken auf dem Land an, wo Zatoichi in die Auseinandersetzungen zweier rivalisierender Yakuza-Gruppen hineingezogen wird. Dabei ist The Tale Of Zatoichi jedoch kein Actionfilm, sondern konzentriert sich auf seinen Titelhelden und eine ortsfremde Nebenfigur, deren Kodex und Moral sich von den Einwohnern der Gegend unterscheidet; so bilden die wenig gesprächigen Szenen der beiden meditative Höhepunkte und das Fundament für das Finale.

Ein wenig schade ist es, dass Zatoichis Vergangenheit im Verborgenen bleibt und seine Figur somit recht wenig Profil aufweist – in Akira Kurosawas ähnlich gelagertem Klassiker Yojimbo konnte dies dank der Ausstrahlung von Toshiro Mifune ausgeglichen werden, hier klappt das jedoch nicht.

Ordentliche Unterhaltung bietet Teil 1 der Reihe dennoch. Der Nachfolger The Tale Of Zatoichi Continues offenbart die Hintergründe Zatoichis dann ein Stück weit mehr und bietet darüber hinaus auch bessere Actionszenen.

Handlung:

Nach lange schwelenden Streitigkeiten kommt es zwischen zwei Yakuza-Clans zu handfesten Auseinandersetzungen. Als der Anführer der einen Gruppe einen umherstreifenden, in der Schwertkampfkunst ausgebildeten Samurai verpflichten kann, scheint ihm das Glück gewogen. Doch dann entpuppt sich der blinde Masseur Zatoichi ebenfalls als ungewöhnlicher Schwertmeister und schließt sich der anderen Gruppe an, obwohl er eigentlich gar nicht kämpfen will. So rückt eine blutige Entscheidung immer näher…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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