Treues Herz

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Filmkritik:

Jean Epsteins Stummfilm Treues Herz war zur Zeit seiner Entstehung ein unfassbar moderner Film, dessen große formale Qualitäten auch heute noch zu bemerken sind. Der messerscharfe Schnitt erinnert an die berühmte russische Montagekunst von Sergei Eisenstein und geht sogar noch einen Schritt weiter – annähernd 40 Jahre vor Jean-Luc Godards Außer Atem nutzte Epstein bereits einige klug eingesetzte Jump Cuts. Neben der dynamischen Montage gefällt auch die Bildgestaltung, Treues Herz hat einige wunderbare Einstellungen in petto.

Die Handlung von Epsteins Werk überzeugt weniger; trotz einiger dramatischer Ansätze und dem erwartungsgemäß moralischen Kern fesselt sie zu wenig und benötigt viele Szenen, um wenig zu erzählen. Letztlich fällt das jedoch weniger stark ins Gewicht, denn Stummfilmfans werden Treues Herz wegen Epsteins Handwerks- und Inszenierungskunst einiges abgewinnen können.

Handlung:

Marie möchte sowohl ihren Job als auch ihren Freund Paul loswerden, da dieser arbeitslos und stets betrunken ist. Sie träumt davon mit dem Dockarbeiter Jean durchzubrennen. Die beiden Männer kämpfen um Marie, doch Paul behält die Oberhand. Marie wird schwanger, doch das Kind erkrankt kurz nach der Geburt. Jean und eine Nachbar kümmer sich um Marie und das Kind, während Paul im Rausch beinahe das Kind ermordet.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-19T22:57:37+00:00

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