Jahrzehnt: 1970-1979

Drei Vaterunser für vier Halunken

Filmkritik: Drei Vaterunser für vier Halunken zählt zu den späten Italowestern und wurde den typischen Produktionsstandards gemäß schnell und günstig produziert. Im Gegensatz zur Vielzahl der Filme dieser Spielart konnten die Macher jedoch mit Lee van Cleef eine Ikone des Genres als Hauptdarsteller verpflichten und für die Regie den ehemaligen Assistenten von Sergio Leone, Giancarlo Santi, gewinnen, der [...]

Drei Vaterunser für vier Halunken 2017-10-12T12:53:20+00:00

Der Mieter (1976)

Filmkritik: Mit Der Mieter schloss Roman Polanski seine mit Ekel begonnene und mit Rosemaries Baby fortgesetzte Mieter-Trilogie ab und inszenierte erneut einen Horrorfilm ohne plakative Schrecken, der sich seinem Sujet hochgradig subtil und psychologisch nähert und dennoch zu fesseln vermag. Ursprünglich wollte Jack Clayton (Schloss des Schreckens) den Roman Le locataire chimerique von Roland Topor verfilmen, doch dann [...]

Der Mieter (1976) 2017-10-11T18:30:03+00:00

Hexenkessel

Filmkritik: Nach seinen ersten, durchwachsenen Gehversuchen unter den Fittichen von B-Movie-Pabst Roger Corman gelang Martin Scorsese 1973 mit Hexenkessel der künstlerische wie kommerzielle Durchbruch. Auch Hauptdarsteller Harvey Keitel und Robert De Niro ebnete der Film den Weg zur großen Karriere. Wie auch später in Casino und GoodFellas arbeitet sich auch Hexenkessel mehr an seinen Charakteren ab und an [...]

Hexenkessel 2017-08-29T16:17:25+00:00

Aus einem deutschen Leben

Filmkritik: Kaum eine Begrifflichkeit steht stellvertretender für das Grauen des Naziregimes als Auschwitz, wo während des Zweiten Weltkrieges 1,5 Millionen Juden vergast wurden. Theodor Kotullas Aus einem deutschen Leben schildert den Werdegang eines Mannes, der Auschwitz möglich gemacht hat. Rudolf Höß trat der NSDAP aufgrund seiner patriotischen Überzeugungen bereits 1922, mehr als zehn Jahre vor der Machtergreifung Hitlers [...]

Aus einem deutschen Leben 2017-08-20T10:21:04+00:00

Der dritte Grad

Filmkritik: Schon die erste Szene von Der dritte Grad, eine schön gefilmte Plansequenz, offenbart den Ansatz von Regisseur Peter Fleischmann, die Erzählperspektive zu Ungunsten des Zuschauers auszulegen: In seinem Politkrimi sehen wir nur einen subjektiven Bruchteil des Geschehens und erfahren stets als Letzte, was gespielt wird. Zu Beginn erinnert Der dritte Grad an Kafkas Der Prozess und zeigt [...]

Der dritte Grad 2017-08-11T12:46:49+00:00

The Texas Chainsaw Massacre – Blutgericht in Texas

Filmkritik: So etwas wie The Texas Chainsaw Massacre hatte es noch nicht gegeben: Tobe Hoopers 1974 erschienenes Werk prägte das ohnehin im Wandel befindliche Horrorgenre nachhaltig, wurde zum Vorreiter und Kultfilm. Trotz des niedrigen Budgets, der Laiendarsteller und einfachster Produktionsverhältnisse zählt The Texas Chainsaw Massacre inzwischen zum Katalog des New Yorker Museum of Modern Art und zum festen [...]

The Texas Chainsaw Massacre – Blutgericht in Texas 2017-07-01T22:11:29+00:00

Solaris (1972)

Filmkritik: Bereits einige Jahre von seinem Meisterwerk Stalker drehte Andrei Tarkowski mit der Stanislav-Lem-Adaption Solaris einen herausragenden Film mit komplexen Bedeutungsebenen und der für den Regisseur so typischen elegischen Inszenierung. In der ausführlichen Exposition, die wie nebenbei in wunderbaren Naturbildern schwelgt, wird das Wesen des Planeten Solaris erklärt, der ganz und gar von einem schaumigen Ozean bedeckt ist [...]

Solaris (1972) 2017-07-26T18:48:48+00:00

Die Weibchen

Filmkritik: Nichts ist normal in Die Weibchen, einer internationalen Koproduktion mit überwiegend deutscher Beteiligung, die jüngst in einer schönen Edition bei Bildstörung erschienen ist und von der irrwitzig delirierenden Regie des Tschechen Zbynek Brynych geprägt wird. Zusammen mit der hyperaktiven Kamera von Charly Steinberger entwirft der Regisseur eine seltsame Welt, in der sich Protagonistin und Publikum regelrecht verlieren. [...]

Die Weibchen 2017-06-15T23:19:52+00:00

Barry Lyndon

Filmkritik: Unter den vielen Meisterwerken von Stanley Kubrick fristet Barry Lyndon eher ein Schattendasein, während die allgemeine Aufmerksamkeit sich in der Regel auf die effektvolleren Filme wie Uhrwerk Orange oder 2001: Odyssee im Weltraum richtet. Das ist schade, denn Barry Lyndon hat durchaus einiges zu bieten. Der Titel des Films sollte derweil nicht zu der Annahme verleiten, Kubricks [...]

Barry Lyndon 2017-06-15T13:45:23+00:00

Picknick am Valentinstag

Filmkritik: Der australische Klassiker Picknick am Valentinstag zählt zu den ungewöhnlichsten Horrorfilmen der Kinogeschichte und basiert auf wahren Begebenheiten: Am Valentinstag des Jahres 1900 verschwanden beim Ausflug eines Mädcheninternats einige Personen einfach - ohne Spur, ohne ersichtlichen Grund, ohne Hinweise. Nach der Hälfte der Spielzeit formuliert eine der Figuren den prophetischen Satz "Auf manche Fragen lassen sich keine [...]

Picknick am Valentinstag 2017-06-16T14:09:53+00:00