Die neuesten Kritiken

  • Mit Mord an einem chinesischen Buchmacher unternahm John Cassavetes einen Ausflug ins Genrekino und verpackte eine seiner typischen Charakterstudien als Gangsterfilm. Dabei blieb der Regisseur seinem einzigartigen Stil treu: Sein Film bricht mit erzählerischen Konventionen und [weiterlesen]

  • Die Schwindler nimmt zwischen den renommierten Klassikern von Federico Fellini nur eine untergeordnete Rolle ein, es handelt sich jedoch um einen interessanten Übergangsfilm: Der Regisseur schloss sein Frühwerk ab und beschäftigte sich ein letztes Mal mit [weiterlesen]

  • Ex Drummer setzt den kontroversen Roman von Kultautor Herman Brusselmans konsequent um: Wie die Vorlage changiert der Film zwischen schwarzem Humor und Zynismus; Regisseur Koen Mortier vergrößert die Ambivalenz des Textes durch eine mitreißende Inszenierung und [weiterlesen]

  • Der dritte Film von Ingmar Bergman ist noch klar als Frühwerk zu erkennen. Das Melodram Schiff nach Indialand bleibt trotz interessanter Ansätze in Konventionen verhaftet; Bergman gelingt es noch nicht, die Standards aufzubrechen und eine eigene [weiterlesen]

  • Eine laue Fortsetzung: Spectre erreicht zu keinem Zeitpunkt das Niveau des umjubelten Skyfall. Zwar besitzt das 24. Bond-Abenteuer eine reizvolle Idee, es scheitert jedoch an einem lustlosen Drehbuch, das in alte Muster verfällt und damit längst [weiterlesen]

  • In Der Überfall auf den Postzug treffen fatalistischer Kriminalfilm und existenzielles Drama aufeinander: Der brasilianische Klassiker schildert die Nachwehen eines aufsehenerregenden Verbrechens als packende Studie über die Missstände in den Favelas. [weiterlesen]

  • Anhand einer alltäglichen Situation entwirft Ein besonderer Tag ein Porträt des faschistischen Italiens vor dem Zweiten Weltkrieg. Das subtile Werk von Ettore Scola erzählt in mal poetischen, mal bedrückenden Zwischentönen von einem menschlichen und letztlich gesellschaftlichen [weiterlesen]

  • Mit In tödlicher Mission schlug das Bond-Franchise einmal mehr eine neue Richtung ein. Der zwölfte Teil der Filmreihe verabschiedete sich von den comichaften Übertreibungen und der permanenten Ironie der Roger Moore-Ära, vermochte die daraus resultierenden Leerstellen [weiterlesen]

  • Der russische Antikriegsfilm Im Morgengrauen ist es noch still bricht mit den Konventionen des Genres. Keine kernigen Soldaten, sondern eine komplett weiblich besetzte Flak-Einheit steht im Zentrum des Films, der zudem einen ungewöhnlichen Tonfall anschlägt: Er [weiterlesen]

  • Das kleine Debüt eines Giganten: Ingmar Bergman startete mit Krise seine Regie-Karriere. Der mit niedrigen Ansprüchen und bescheidenen Produktionsmitteln gedrehte Film offenbart schon das Talent des Regisseurs, der die triviale Geschichte vertieft und bereits Themen bearbeitet, [weiterlesen]

  • Mit Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen veränderte Robert Bresson die Sprache des Kinos und avancierte zu einem Vorreiter des transzendenten Films. Sein Gefängnisdrama bricht mit erzählerischen Konventionen, setzt auf strikte Reduktion aller Stilelemente und lädt [weiterlesen]

  • Red Angel bietet eine durchweg finstere Filmerfahrung: Der japanische Antikriegsfilm trägt den Zweiten Weltkrieg nicht auf Schlachtfeldern, sondern in der Gefühlswelt seiner Figuren aus. Ein alles durchdringender Nihilismus beherrscht das Szenario; dem stellt Yasuzô Masumura einen letzten [weiterlesen]

  • Moonraker knüpft an den starken Vorgänger an und stellt ein Best-of der Roger Moore-Ära zusammen. Das elfte Bond-Abenteuer erweist sich über weite Strecken als wenig originell und überschreitet regelmäßig die Grenzen zur Parodie, aufgrund seines Aufwands [weiterlesen]

  • Intimidation bietet ein schönes Beispiel für die Flut an hochwertigen B-Movies, die das japanische Kino der Sechziger Jahre bereicherten. Der 65 Minuten kurze Thriller bedient sich beim Film Noir und verbindet einen spannenden Plot mit galligem Humor, [weiterlesen]

  • The Minus Man ist ein erstaunlicher Serienkillerfilm: Er verzichtet auf blutige Spannungsszenen und bricht mit Genre-Konventionen, etabliert eine meditative Stimmung und besetzt ausgerechnet Sunnyboy Owen Wilson als Mörder. [weiterlesen]

  • A Scanner Darkly geht wie so viele Science-Fiction-Filme auf einen Stoff von Philip K. Dick zurück und setzt dessen dystopische Welt mit einem ungewöhnlichen Animationsverfahren um. Auf dieser Basis gelingt es Richard Linklater außerordentlich gut, die [weiterlesen]

  • Ausgerechnet eine aus Verlegenheit gedrehte Komödie brachte Ingmar Bergman den Durchbruch: Das Lächeln einer Sommernacht ruft zum Kampf der Geschlechter und verpackt diesen als ironischen Reigen der Eitelkeiten und Eifersüchte. Dabei vereint der Film einen hohen [weiterlesen]

  • Mit Der Spion, der mich liebte gelang der Bond-Reihe eine Trendwende: Der zehnte Teil der Filmserie korrigiert den verkorksten Start der Roger Moore-Ära und übertrifft seine beiden Vorgänger in allen Belangen. Aufgrund seines immensen Unterhaltungswertes zählt [weiterlesen]

  • The Face of Another ist ein Kunstfilm im besten Sinne: Er entzieht sich gewöhnlichen Maßstäben und verbindet Essayfilm und Horrorgenre zu einer ungewöhnlichen filmischen Form, die ihre Wirkung vornehmlich durch Dialektik erzeugt und daher mehr im Kopf [weiterlesen]