• Im Psychothriller Cure kommt der markante Stil von Kiyoshi Kurosawa am besten zur Geltung. Der Regisseur vereint Kunst- und Genre-Kino und baut ein Schreckensszenario auf, das sich nie ganz fassen lässt. In den nüchternen Bildern verbirgt [weiterlesen]

  • Die Schuld ist Kriminalfilm und Gesellschaftsporträt zugleich: Regisseur Krzysztof Krauze nutzt einen bekannten Kriminalfall, um auf emblematische Weise die postsozialistische Zeitenwende Polens zu beschreiben. Mit einer großen Portion Fatalismus erkundet sein Film ein Land, dessen Wertegefüge [weiterlesen]

  • Harakiri steht beispielhaft für die goldene Ära des japanischen Kinos, in der die Studios formvollendete Klassiker in Serie fertigten. Das Meisterwerk von Masaki Kobayashi besticht durch höchstes Niveau in jedem Bereich. Die elegante Inszenierung und das [weiterlesen]

  • Wilde Erdbeeren zählt vielleicht deshalb zu den beliebtesten Klassikern von Ingmar Bergman, weil der Regisseur wie gewohnt die großen Themen des Lebens angeht, dabei aber ungewohnt melancholisch inszeniert. Der Film kommt ohne die schwere Düsternis aus, [weiterlesen]

  • Die belgische Mockumentary Mann beißt Hund begleitet einen Mörder durch den Alltag und kontrastiert dessen blutiges Tun durch eine große Portion schwarzen Humor, an dem wir Zuschauer zunehmend ersticken. Das subversive Meisterwerk kommentiert mit größtmöglicher Konsequenz [weiterlesen]

  • Nach dem Ausflug in ein zeitgemäßes, aber dröge geratenes Actionkino in In tödlicher Mission kehrte Octopussy auf bewährtes Terrain zurück. Doch der dauerironische Eskapismus zündet im 13. Bond-Abenteuer nicht, was insbesondere am verworrenen Drehbuch liegt. [weiterlesen]

  • Die 83 Minuten kurze Satire Der Tod eines Bürokraten nimmt das postrevolutionäre Kuba aufs Korn und zeigt anhand der Bürokratie des jungen Staates, wie wenig von der angestrebten sozialistischen Freiheit bei den Bürgern ankommt. Aufgrund einer [weiterlesen]

  • Mit seinem Debütfilm Ossessione schuf Luchino Visconti den ersten Vertreter des Italienischen Neorealismus. Im Gewand eines Kriminalfilms schildert der Regisseur auf pessimistische Weise die Lebensrealität im faschistischen Italien und konnte sein Werk gerade noch vor der [weiterlesen]

  • Der Nachtportier zählt zu den skandalträchtigsten Werken der Siebziger Jahre. Dabei richtet sich der Film von Liliana Cavani im Gegensatz zu zahlreichen Epigonen nicht primär auf kontroverse Elemente aus; tatsächlich nähert er sich seinem abseitigen Thema [weiterlesen]

  • Warum läuft Herr R. Amok? zeichnet ein bedrückendes Bild vom Leben unter Spießbürgern und mutet seinen Zuschauern 80 Minuten lang erstarrte Leere zu. Mit dieser stilistischen Strenge bewahrt der Film seine Wirkung auch mehr als 50 [weiterlesen]

  • Point Blank öffnete die Tradition des amerikanischen Genrekinos für den durch die Nouvelle Vague induzierten Zeitenwandel: John Boormans kunstvolle Dekonstruktion eines eigentlich rohen Thrillers ist ein frühes Meisterwerk der New Hollywood-Ära. [weiterlesen]

  • Mit Mord an einem chinesischen Buchmacher unternahm John Cassavetes einen Ausflug ins Genrekino und verpackte eine seiner typischen Charakterstudien als Gangsterfilm. Dabei blieb der Regisseur seinem einzigartigen Stil treu: Sein Film bricht mit erzählerischen Konventionen und [weiterlesen]

  • Die Schwindler nimmt zwischen den renommierten Klassikern von Federico Fellini nur eine untergeordnete Rolle ein, es handelt sich jedoch um einen interessanten Übergangsfilm: Der Regisseur schloss sein Frühwerk ab und beschäftigte sich ein letztes Mal mit [weiterlesen]

  • Ex Drummer setzt den kontroversen Roman von Kultautor Herman Brusselmans konsequent um: Wie die Vorlage changiert der Film zwischen schwarzem Humor und Zynismus; Regisseur Koen Mortier vergrößert die Ambivalenz des Textes durch eine mitreißende Inszenierung und [weiterlesen]

  • Der dritte Film von Ingmar Bergman ist noch klar als Frühwerk zu erkennen. Das Melodram Schiff nach Indialand bleibt trotz interessanter Ansätze in Konventionen verhaftet; Bergman gelingt es noch nicht, die Standards aufzubrechen und eine eigene [weiterlesen]

  • Eine laue Fortsetzung: Spectre erreicht zu keinem Zeitpunkt das Niveau des umjubelten Skyfall. Zwar besitzt das 24. Bond-Abenteuer eine reizvolle Idee, es scheitert jedoch an einem lustlosen Drehbuch, das in alte Muster verfällt und damit längst [weiterlesen]

  • In Der Überfall auf den Postzug treffen fatalistischer Kriminalfilm und existenzielles Drama aufeinander: Der brasilianische Klassiker schildert die Nachwehen eines aufsehenerregenden Verbrechens als packende Studie über die Missstände in den Favelas. [weiterlesen]

  • Anhand einer alltäglichen Situation entwirft Ein besonderer Tag ein Porträt des faschistischen Italiens vor dem Zweiten Weltkrieg. Das subtile Werk von Ettore Scola erzählt in mal poetischen, mal bedrückenden Zwischentönen von einem menschlichen und letztlich gesellschaftlichen [weiterlesen]

  • Mit In tödlicher Mission schlug das Bond-Franchise einmal mehr eine neue Richtung ein. Der zwölfte Teil der Filmreihe verabschiedete sich von den comichaften Übertreibungen und der permanenten Ironie der Roger Moore-Ära, vermochte die daraus resultierenden Leerstellen [weiterlesen]

  • Der russische Antikriegsfilm Im Morgengrauen ist es noch still bricht mit den Konventionen des Genres. Keine kernigen Soldaten, sondern eine komplett weiblich besetzte Flak-Einheit steht im Zentrum des Films, der zudem einen ungewöhnlichen Tonfall anschlägt: Er [weiterlesen]