Asche und Diamant

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Filmkritik:

Asche und Diamant zählt zu den elementarsten Werken des polnischen Kinos und überzeugt mit seiner großen Ambivalenz: Einerseits fängt der Film von Andrzej Wajda nachfühlbar die allgemeine Stimmung in Polen zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Machtergreifung des kommunistischen Regimes ein, bricht das Geschehen jedoch über viele Details und Nebenfiguren auch auf individuelle Sichtweisen herunter.

In der Hauptfigur des Widerstandskämpfers Maciek vereinigen sich die politische und die persönliche Ebene zu einem homogenen Ganzen, dass die Zerrissenheit der Kriegsgenerationen Polens verdeutlicht. Wajda gelingt das Kunststück, fatalistisch und poetisch zugleich zu erzählen, wie Maciek, für dessen Leben schon jegliches unschuldiges Glück verloren scheint, zwischen der bitter-glanzlosen Pflicht seiner Ideologie und dem privaten, kaum lange währenden Wohl entscheiden muss und dabei von vornherein nur scheitern kann.

Die unentrinnbare Dynamik, die sich aus dieser Situation entwickelt, transportiert der Plot sehr geschickt, mit einiger Spannung, die von kraftvollen Bildern getragen wird. Mit Asche und Diamant gelingt Wajda ein düsterer Abgesang auf eine traumatisierte Generation, für die erst alles schlechter werden muss, bevor es wieder besser werden kann.

Handlung:

Der zweite Weltkrieg ist vorbei, Nazi-Deutschland hat kapituliert. Doch das ehemals besetzte Polen ist weiterhin alles andere als frei – die kommunistischen Russen dominieren nun die politische Bühne und das Land. Der ehemalige Widerstandskämpfer Maciek bekommt von seinem Vorgesetzten den Auftrag, den Anführer der Kommunisten, Szczuka, zu töten, um den nationalistischen Polen wieder mehr Einfluss zu verleihen. Als ein erstes Attentat fehlschlägt, bleibt nur noch wenig Zeit für einen zweiten Versuch.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

One Comment

  1. Wajda Art Kunstprojekt 18. April 2018 at 13:10 - Reply

    Wie macht man den besten Film aller Zeiten? Andrzej Wajda sah Bilder und Inspiration in allem was uns umgibt.
    Er machte seine eigene Art von Notizen in Form von Zeichnungen und Skizzen. Wenn Sie helfen möchten seine Kunst und kreativen Methoden allen Fans der Kinematographie zu präsentieren und Alben mit seinen Werken und Kommentaren erhalten möchten, dann besuchen Sie unsere Facebookseite für mehr Details zum neuen Kunstprojekt.

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