Asche und Diamant zählt zu den elementarsten Werken des polnischen Kinos und überzeugt mit seiner großen Ambivalenz: Einerseits fängt der Film von Andrzej Wajda nachfühlbar die allgemeine Stimmung in Polen zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Machtergreifung des kommunistischen Regimes ein, bricht das Geschehen jedoch über viele Details und Nebenfiguren auch auf individuelle Sichtweisen herunter.

Copyright

Filmkritik:

In der Hauptfigur des Widerstandskämpfers Maciek vereinigen sich die politische und die persönliche Ebene zu einem homogenen Ganzen, dass die Zerrissenheit der Kriegsgenerationen Polens verdeutlicht. Wajda gelingt das Kunststück, fatalistisch und poetisch zugleich zu erzählen, wie Maciek, für dessen Leben schon jegliches unschuldiges Glück verloren scheint, zwischen der bitter-glanzlosen Pflicht seiner Ideologie und dem privaten, kaum lange währenden Wohl entscheiden muss und dabei von vornherein nur scheitern kann.

Die unentrinnbare Dynamik, die sich aus dieser Situation entwickelt, transportiert der Plot geschickt und mit einiger Spannung, die von kraftvollen Bildern getragen wird. Mit Asche und Diamant gelingt Wajda ein düsterer Abgesang auf eine traumatisierte Generation, für die erst alles schlechter werden muss, bevor es wieder besser werden kann.

0
1-Klick-Suche bei Amazon

DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

Entdecke die Filme der Ära

DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

Entdecke die Filme der Ära

DAS GENRE

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

Entdecke die Filme des Genres

Auch aus diesem Genre:

Auch aus diesem Genre:

Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

ÜBER DEN KRITIKER

Tom Schünemann

Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

ÜBER DIE SEITE

Filmsucht.org

Neu hier?
Die Mission
Toms Geschichte

Entdecke 32 großartige Geheimtipps.

Mit FilmsuchtPLUS.

Abo starten
mehr Infos