Verdammt in alle Ewigkeit

Filmkritik: Verdammt in alle Ewigkeit verschreibt sich gänzlich dem Gestus der Traumfabrik Hollywood und wurde dafür mit acht Oscars belohnt. Das wirkt wenig überraschend, da das Melodram von Fred Zinnemann absolut alle inhaltlichen Voraussetzungen mitbringt, die große Studiofilme für eine Vielzahl von Oscars prädestiniert. Das Drehbuch vereint ein exotisches Setting mit einem historischen Hintergrund und spielt im Sommer [...]

I Will Buy You

Filmkritik: I Will Buy You zählt noch zum Frühwerk von Masaki Kobyashi, der ein gewohnt gesellschaftskritisches Szenario auffährt und hinter die Kulissen des japanischen Volkssportes Baseball schaut. Der Film handelt vom Wettbieten der Vereine um einen hoch talentierten Studenten und schildert die zahllosen Anwerbungsgespräche aus der Sicht eines Talentsuchers, der für einen der Klubs tätig ist. Das professionelle [...]

Der Schrei

Filmkritik: Michelangelo Antonionis Der Schrei ist ein Werk des Übergangs in der Filmografie des Regisseurs und bildet den abschließenden Teil seiner Frühphase. Zwar prägt der ausklingende Italienische Neorealismus das Werk noch, dennoch findet Antonioni hier schon eine eigene, später als typisch geltende Bildsprache. Wie beim Neorealismus üblich, handelt Der Schrei von Menschen der Arbeiterschicht und schildert deren Leben [...]

Die Rechnung ging nicht auf

Filmkritik: Die Rechnung ging nicht auf zählt zum Frühwerk von Stanley Kubrick, der im Anschluss mit Wege zum Ruhm seinen endgültigen Durchbruch schaffte. Sein auf einem hard boiled Gangsterroman basierender Film Noir war kein riesiger Erfolg beschienen, zählt jedoch inzwischen fest zum klassischen Gangsterfilmkanon und zusammen mit Asphalt-Dschungel zu den wesentlichen Inspirationsquellen nachfolgender Filmemacher. Eine aus dem Roman [...]

On Dangerous Ground

Filmkritik: On Dangerous Ground weckt überaus zwiespältige Gefühle, zählt zu den Werken mit dem tragischen Schicksal verschwendeten Potenzials. Was der Film Noir von Nicolas Ray in der ersten Hälfte auffährt, kann mit den Referenzwerken der Strömung mühelos mithalten. Als typischer Noir aus der späten Phase (Erscheinungsjahr: 1952) macht On Dangerous Ground keine Gefangenen und etabliert einen Protagonisten, der in [...]

Rattennest

Filmkritik: Das Ende der Ära des klassischen Film Noir wird in der Regel auf das Jahr 1958 datiert, dem Jahr, in dem Orson Welles’ Im Zeichen des Bösen quasi den Schlussstrich unter eine Filmströmung zog, die fast zwanzig Jahre lang die Ikonografie der amerikanischen Filmindustrie bestimmt hatte. Retrospektiv muss man jedoch feststellen, dass Welles mit seinem eher klassischen [...]

Der Tiger von New York

Filmkritik: Der Tiger von New York gehört zum mit wenigen Mitteln realisierten Frühwerk von Stanley Kubrick und wirkt dementsprechend längst nicht so ausgereift wie dessen spätere Filme – insbesondere Kubricks Kameraführung überzeugt nicht wirklich und beweist, dass selbst Meisterregisseure mal Schüler waren. Schauwerte bleiben auch wegen des kargen Budgets Mangelware, doch die beschränkten Möglichkeiten kommen dem Film bei der Milieuzeichnung [...]

Asche und Diamant

Filmkritik: Asche und Diamant zählt zu den elementarsten Werken des polnischen Kinos und überzeugt mit seiner großen Ambivalenz: Einerseits fängt der Film von Andrzej Wajda nachfühlbar die allgemeine Stimmung in Polen zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Machtergreifung des kommunistischen Regimes ein, bricht das Geschehen jedoch über viele Details und Nebenfiguren auch auf individuelle Sichtweisen herunter. In [...]

Der alte Mann und das Meer

Filmkritik: Die Adaption von Ernerst Hemingways literarischem Welterfolg Der alte Mann und das Meer erscheint eigentlich von Anfang als zu ambitioniert, denn der Roman liest sich alles anderes als filmisch. Zumindest konnten die Produzenten einen rundum passenden Hauptdarsteller finden: Spencer Tracy gelingt die Verkörperung des Protagonisten sehr gut. Doch können die berühmten Bewusstseinsströme des über weite Strecken der Handlung [...]

Vierundzwanzig Augen

Filmkritik: In Japan zählt Keisuke Kinoshitas Vierundzwanzig Augen fest zum Kanon der besten Werke der japanischen Filmgeschichte, doch hierzulande wartet Kinoshitas Meisterwerk immer noch auf seine Entdeckung - und die lohnt sich ungemein! Kinoshitas zwei Jahrzehnte (1928 - 1948) umspannendes Porträt einer Lehrerin und ihrer Schüler unterteilt sich in drei verschiedene Kapitel, die durch längere Zeiträume (und den Zweiten [...]