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Jahrzehnt: 1990 - 1999

The Minus Man

The Minus Man ist ein erstaunlicher Serienkillerfilm: Er verzichtet auf blutige Spannungsszenen und bricht mit Genre-Konventionen, etabliert eine meditative Stimmung und besetzt ausgerechnet Sunnyboy Owen Wilson als Mörder. [weiterlesen]

Noises Off! – Der nackte Wahnsinn

Mit Noises Off! adaptierte Peter Bogdanovich das populäre britische Theaterstück gleichen Namens zu einer irrsinnigen Komödie. Bogdanovich hält sich eng an die preisgekrönte Vorlage, serviert den Slapstick mit wahnwitzigem Tempo und spielt wie das Original geschickt mit unserem Antizipationsvermögen. [weiterlesen]

Vive l’Amour – Es lebe die Liebe

In seinem zweiten Werk Vive l'Amour entwirft der taiwanesische Autorenfilmer Tsai Ming-liang eine melancholische Einsamkeitsstudie, die aus leisen, oft wortlosen Einstellungen große Emotionen aufbaut. Damit gelang Tsai 1994 der internationale Durchbruch: Er gewann den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen [weiterlesen]

Crash

1996 wagte sich David Cronenberg an einen als unverfilmbar geltenden Roman. Crash kommt dem kontroversen Werk von J. G. Ballard erstaunlich nahe und zählt zu den anspruchsvollsten Arbeiten des Regisseurs, der damit einen Spezialpreis in Cannes gewann. [weiterlesen]

Singapore Sling

Singapore Sling lädt auf ein abseitiges Filmerlebnis ein und bietet einen wilden Ritt durch die Versatzstücke der Kinogenres. Regisseur Nikos Nikolaidis arrangiert eine unheilige Ehe aus Trash- und Kunstfilm, kleidet das Brautpaar in ein Kostüm aus Horror- und Krimi-Elementen [weiterlesen]

Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Upgrade für ein B-Movie: Mit Terminator 2 hob James Cameron das erfolgreiche Konzept des günstig produzierten ersten Teils in Blockbuster-Sphären. Dank des damaligen Rekordbudgets von 100 Millionen Dollar protzt der Filmemacher mit aufwendigen Setpieces und Spezialeffekten, opfert dafür aber [weiterlesen]

Der blaue Drachen

In seinem Familiendrama Der blaue Drachen dokumentiert Regisseur Tian Zhuangzhuang die Auswirkungen der Reformen von Mao Zedong auf die einfache Bevölkerung. Für diese kritische Bestandsaufnahme belegten die chinesischen Behörden Tian mit einem zehnjährigen Berufsverbot, seine Filme laufen nur im [weiterlesen]

Miller’s Crossing

Mit Miller’s Crossing huldigen die Gebrüder Coen dem Film Noir, ohne auf ihre typische Ironie zu verzichten. Der Gangsterfilm imponiert durch geschliffene Dialoge, eine herausfordernde Narration und einen ambivalenten Tonfall. [weiterlesen]

Reservoir Dogs

Mit dem Independentfilm Reservoir Dogs startete Quentin Tarantino seine Karriere. Schon in diesem Debüt benutzt der Regisseur seinen typischen Stil: Er zitiert Filme aus aller Welt und zieht das Geschehen postmodern auf. Da das nie zum Selbstzweck verkommt, bietet [weiterlesen]

Nikita

Mit Nikita gelang Luc Besson der internationale Durchbruch. Der Regisseur gießt den Thriller in die Form des Cinéma du look und verleiht ihm damit eine unwirkliche Note: Das Geschehen kennt nur den Ausnahmezustand und changiert zwischen brachialer Gewalt und [weiterlesen]

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