Jahrzehnt: 1990-1999

L.A. Confidential

Filmkritik: L.A. Confidential bietet bestes Hollywoodkino: Basierend auf der hard boiled novel Stadt der Teufel von Genrereferenz James Ellroy und getragen von imponierenden Schauspielleistungen lässt der Film von Curtis Hanson eine pessimistische literarische Version des Los Angeles der Fünfziger Jahre wiederauferstehen und huldigt dem klassischen Film Noir. Das Drehbuch von Curtis Hanson und Brian Helgeland bedient sich bei [...]

L.A. Confidential

Perfect Blue

Filmkritik: Mit seinem Debütfilm Perfect Blue legte der leider viel zu früh verstorbene Satoshi Kon einen überragenden Psychothriller vor und reißt in bester Genretradition die Grundfesten von Realität und Identität ein. Offenkundig von klassischen Genrevertretern wie den Werken von Brian de Palma beeinflusst, inspiriert Satoshi Kons Anime für Erwachsene inzwischen selbst nachfolgende Filmemacher wie beispielsweise Darren Aronofsky. Der [...]

Perfect Blue

Total Recall (1990)

Filmkritik: Nachdem der niederländische Regisseur Paul Verhoeven 1987 mit RoboCop einen respektablen Hollywooderfolg vorlegte, wurde ihm drei Jahre später der erste große Blockbuster anvertraut: Total Recall erhielt 65 Millionen Dollar Produktionsbudget und konnte mit Arnold Schwarzenegger einen zugkräftigen Star besetzen. Der Erzählstoff stammt aus der Feder des legendären Science-Fiction-Autors Philip K. Dick, der inzwischen dank Blade Runner, A [...]

Total Recall (1990)

Starship Troopers

Filmkritik: Manchmal offenbart sich auch viele Jahre nach einer Veröffentlichung eine ganz neue Relevanz. Wer heutzutage Paul Verhoevens Sci-Fi-Groteske Starship Troopers schaut, findet womöglich den Entwurf eines Trump-Amerikas im Endstadium. Bereits 1959 ersann Robert A. Heinlein eine Gesellschaft des futuristischen 25. Jahrhunderts, in der zwar endlich die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau durchgesetzt und politische Staatszugehörigkeiten zugunsten einer [...]

Starship Troopers

Mississippi Burning

Filmkritik: Direkt zu Beginn gibt der Kriminalfilm Mississippi Burning die Richtung vor und schildert in einer spannenden Auftaktszene den Mord an drei Bürgerrechtsaktivisten durch Mitglieder des Ku-Klux-Klan. Der Fall basiert auf einer wahren Begebenheit und hat sich so 1964 in der Provinz des Bundesstaates Mississippi zugetragen. Den Tonfall behält Alan Parkers Film weiterhin bei und führt anschließend nicht [...]

Mississippi Burning

Dead Man

Filmkritik: In Dead Man nimmt uns der Autorenfilmer Jim Jarmusch in seinem ersten Genrefilm mit in seine Version des Wilden Westens. Dabei versetzt Jarmusch Publikum und Protagonist in dieselbe Situation. William Blake reist aus einer Großstadt nach Westen und sieht sich nach einem Mord aus Notwehr gezwungen, vor einer Gruppe von Kopfgeldjägern zu flüchten. Begleitet vom vielleicht entspanntesten [...]

Dead Man

Lost Highway

Filmkritik: Mit Lost Highway ging der ohnehin nicht besonders an Genregrenzen interessierte Autorenfilmer David Lynch noch einen Schritt weiter als zuvor: Wo er in Blue Velvet das Grauen noch schubweise hinter einer Bilderbuch-Vorstadtwelt hervorkriechen ließ und diese Grenzerfahrung linear schilderte, verabschiedet sich Lost Highway in surreale Gefilde, die ihre Schrecken schon lange nicht mehr maskieren können. Im ersten Drittel [...]

Lost Highway

Wild At Heart

Filmkritik: In seinem fünften Film Wild At Heart entwirft David Lynch ein seltsames postmodernes Märchen. In dem Road-Movie flüchten die beiden Liebenden Sailor und Lula vor Auftragsmördern und erleben allerhand Kurioses. Dabei verzichtet Wild At Heart auf eine ausformulierte Handlung, sondern setzt auf eine episodenhafte Narration, um eine groteske Albtraumwelt zu entwerfen, die wie ein böser Zwillingsbruder des [...]

Wild At Heart

Following

Filmkritik: Mit Following fing alles an: Bevor Christopher Nolan mit Memento der Durchbruch gelang, drehte er 1998 einen 70-minütigen Low-Budget-Thriller, der bereits das riesige Talent des damals erst 28 Jahre jungen Filmemacher offenbarte. Mit der Hilfe von Freunden und einem extrem niedrigen Budget huldigt Nolan dem Film Noir und seiner Vorliebe für verschachteltes Erzählen. Wie auch in späteren [...]

Following

Stephen Kings ES

Filmkritik: Stephen Kings ES zählt zu den bekanntesten und besten Werken des meistverkauften Horrorautors der Literatur und - mit einer rund 1200 Seiten umfassenden deutschen Taschenbuchausgabe - auch zu den umfangreichsten Arbeiten des Amerikaners. Bevor der Regisseur Andy Muschietti 2017 zwei zusammenhängende Filme in die Kinos bringen durfte, versuchte sich bereits 1990 das amerikanische Fernsehen an dem Stoff [...]

Stephen Kings ES