Der Western Betrogen ist als Kammerspiel während der amerikanisches Bürgerkrieges angelegt. Die Romanverfilmung etabliert eine Südstaatenvilla voller Frauen unterschiedlicher Generationen, die einen verwundeten feindlichen Soldaten verstecken und pflegen. Passend zum Zeitgeist der Post-68er erwächst daraus keine Utopie, sondern ein zynischer Thriller, da die Gemeinschaft durch die gegenseitige Eifersucht auf die Probe gestellt wird. Ein Szenario wie gemacht für den Genrefilmer Don Siegel, der zum dritten Mal (von fünf) mit Clint Eastwood kollaborierte. Betrogen ist stimmungsvoll inszeniert, gut gespielt und vor allem konsequent darin, die Mühlen von Liebe, Eifersucht und Hass beständig mahlen zu lassen.