Dead Man

Filmkritik: In Dead Man nimmt uns der Autorenfilmer Jim Jarmusch in seinem ersten Genrefilm mit in seine Version des Wilden Westens. Dabei versetzt Jarmusch Publikum und Protagonist in dieselbe Situation. William Blake reist aus einer Großstadt nach Westen und sieht sich nach einem Mord aus Notwehr gezwungen, vor einer Gruppe von Kopfgeldjägern zu flüchten. Begleitet vom vielleicht entspanntesten [...]

Zwei glorreiche Halunken

Filmkritik: Mit Zwei glorreiche Halunken schloss Sergio Leone seine Dollar-Trilogie ab und übersteigert sämtliche Merkmale der Vorgänger. Stattliche zwei Stunden und vierzig Minuten beträgt die Spielzeit von Zwei glorreiche Halunken, der seine drei Charaktere auf die Jagd nach einem Goldschatz schickt und sich im Gegensatz zu den ersten beiden Werken der Trilogie weniger um eine geschlossene Handlung bemüht, [...]

Für ein paar Dollar mehr

Filmkritik: Mit Für ein paar Dollar mehr setzte Sergio Leone seine Dollar-Trilogie fort und steigerte das Niveau sogar noch. Im Gegensatz zum Vorgänger erhielt Leone ein deutlich größeres Budget und konnte damit nun endlich einen US-Star besetzen. Die (zweite) Wahl fiel auf Lee van Cleef, der sich zu den beiden Hauptdarstellern des Vorgängers, Clint Eastwood und Gian Maria [...]

Für eine Handvoll Dollar

Filmkritik: Für eine Handvoll Dollar veränderte das festgefahrene Westerngenre nachhaltig und wurde der erste seiner Art - ein Italowestern, dem noch viele weitere folgen sollten. Weil der amerikanische Edelwestern seit vierzig Jahren immer wieder dieselben Stars in ähnliche Geschichten steckte und den Motiven des Genres nichts Neues hinzufügen konnte, befand sich das uramerikanische Genre auf dem absteigenden Ast. [...]

Django

Filmkritik: Zwei Jahre nach Sergio Leones bahnbrechendem Italowestern Für eine Handvoll Dollar entstanden, fügte Sergio Corbucci der Strömung mit Django einen weiteren deftigen Akzent hinzu und schuf einen der einflussreichsten Western überhaupt. Mit dem Bild, das das amerikanische Western von kernigen Helden und sonnigen Prärien zeichnet, hat Django derweil wenig am Hut, im Gegenteil: Das Nest, in dem [...]

Der weite Ritt

Filmkritik: Der Western zählt sicherlich zu den Genres, in denen am wenigsten gesprochen wird; im Zweifelsfall lassen die Protagonisten eher ihre Colts sprechen. Im New Hollywood-Western Der weite Ritt passiert hingegen beides selten. Zwei Jahre nach den Erfolgen des Kultfilms Easy Rider inszenierte Peter Fonda Der weite Ritt und spielte auch die Hauptrolle. Mit einem klassischen Western hat [...]

Der schwarze Falke

Filmkritik: John Fords Der schwarze Falke nimmt in den meisten Western-Bestenlisten einen vorderen Platz ein und gilt im Allgemeinen als Fords Meisterwerk. Das liegt zum einen daran, dass Der schwarze Falke nur bedingt dem typischen Gestus und der Ikonographie herkömmlicher Edelwestern folgt und damit zu den unbequemsten Werken von Ford zählt; zum anderen bietet das Drehbuch einiges an Subtext, [...]

Rivalen unter roter Sonne

Filmkritik: Der Spätwestern Rivalen unter roter Sonne unterscheidet sich durch Zweierlei von den vielen billig produzierten Western seiner Zeit: Einerseits kann der Film von Bond-Regisseur Terence Young (James Bond 007 – Jagd nach Dr. No) auf eine bärenstarke Besetzung zurückgreifen und Alain Delon (als charismatischer Bösewicht), Bondgirl Ursula Andress (die Love-Interest), Charles Bronson (als Held wider Willen) und Toshiro [...]

Heaven’s Gate

Filmkritik: Michael Ciminos Westernepos Heaven’s Gate markiert einen großen Wendepunkt in der amerikanischen Filmgeschichte: Er beendete das New-Hollywood-Kino und geriet zum riesigen Flop. Nachdem mit Michael Cimino einer der führenden Regisseure seiner Zeit ein enormes Budget verbrauchte und das Produktionsstudio United Artists in den Ruin trieb, wandte sich Hollywood ab vom Autorenkino (und mied 10 Jahre lang das Westerngenre), [...]

Bone Tomahawk

Filmkritik: Bone Tomahawk setzt auf eine interessante Genremischung und versetzt seinen Westernstoff mit Backwoodhorror-Motiven, in dem er eine Handvoll Männer auf die Spur degenerierter, animalischer Indianer schickt. Dabei orientiert sich Bone Tomahawk an Westernklassikern wie Der schwarze Falke und entwickelt sich nie zum reinrassigen Horrorfilm mit Grusel oder großer Spannung, weckt im Finale allerdings deutliche Assoziationen zu Siebziger Jahre-Terrorfilmen [...]