Jahrzehnt: 1930-1939

Die Marx Brothers im Krieg

Filmkritik: Die Marx Brothers im Krieg ist gemeinhin als bestes Werk der Komikerbande anerkannt und liefert nicht nur ein 66 Minuten kurzes Slapstickfest, sondern lässt sich auch als abstrakter Antikriegsfilm lesen. Im Gegensatz zu Größen wie Charlie Chaplin oder Buster Keaton, die sich bereits während der Stummfilmzeit einen Namen machte, benötigten die Marx Brothers eine längere Anlaufzeit. Lange [...]

Die Marx Brothers im Krieg

Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo

Filmkritik: Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo zählt zum Vermächtnis von Sadao Yamanaka, der im Alter von nur 28 Jahren verstarb, das japanische Kino jedoch trotz seiner Jugend nachdrücklich prägte. Ganze 26 Filme drehte Yamanaka in nur fünf Jahren. Mit seinen Jidai-geki genannten Historienfilmen setzte er Standards für die noch im Entstehen befindliche japanische Filmindustrie [...]

Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo

Die Schwestern von Gion

Filmkritik: Die Schwestern von Gion zählt zu den elementaren Vorkriegsklassikern des japanischen Kinos und zeigt eine Gesellschaft am Scheideweg, gefangen zwischen Tradition und Moderne. Vertreten werden die beiden Parts durch jeweils eine von zwei Schwestern, denen der fabelhafte Regisseur und Drehbuchautor Kenji Mizoguchi in seinem Sozialdrama einiges abverlangt. Zunächst reichen Mizoguchi einige wenige Szenen, um die ungleichen Schwestern [...]

Die Schwestern von Gion

Vampyr – Der Traum des Allan Grey

Filmkritik: Man könnte annehmen, das kleine Dorf Courtempierre befände sich in irgendwo in der französischen Provinz, doch in Wirklichkeit liegt der Schauplatz von Carl Theodor Dreyers Vampyr in einer düsteren Zwischenwelt aus Schatten und Fieberträumen, beschienen von einer fahlen Sonne, die die Landschaft in bleiches Leichenlicht taucht und nie in das Innere der Häuser zu dringen vermag. Aufgrund [...]

Vampyr – Der Traum des Allan Grey

Der öffentliche Feind

Filmkritik: Nachdem Josef von Sternbergs Unterwelt im Jahr 1927 den Gangsterfilm ins amerikanische Kino einführte, setzte Der öffentliche Feind den ersten Höhepunkt und machte seinen charismatischen Hauptdarsteller James Cagney, der zunächst nur für eine Nebenrolle vorgesehen war, zum Star. Aus meiner Sicht wirkt sein Spiel hier allerdings noch etwas ungeschliffen, als wisse er noch nicht, wohin mit seiner [...]

Der öffentliche Feind

Die Hündin

Filmkritik: Mit Die Hündin drehte Jean Renoir ganze neun Jahre vor dem Aufkommen des klassischen amerikanischen Film Noir bereits einen Prototypen, der typische Merkmale der Strömung aufweist und aufzeigt, welch großen Einfluss das europäische Kino jenseits des Atlantiks ausübte. Allerdings handelt es sich bei Die Hündin nicht um einen Kriminalfilm, sondern Renoirs Werk steht noch in der Tradition des [...]

Die Hündin

À propos de Nice

Filmkritik: Ähnlich wie Dziga Vertovs berühmtes Werk Der Mann mit der Kamera dokumentiert auch Jean Vigo mit seinem Kurzfilm À propos de Nice vordergründig das Leben der Menschen einer Stadt, benutzt dabei jedoch eine universelle Filmsprache, um die eigentlich dokumentarischen und demnach wertfreien Bilder subjektiv wie subversiv zu kommentieren. Der gewiefte Schnitt und der clevere Einsatz von Musik [...]

À propos de Nice

Dschungel im Sturm

Filmkritik: Dschungel im Sturm gestaltet sich vor allem aus filmhistorischem Blickwinkel interessant, denn er entstand vor der Einführung des Hays Code und kann als Musterbeispiel für die späte Pre-Code-Ära gesehen werden – wo nachfolgende Werke strengen Sittenregeln entsprechen mussten und weder Anzüglichkeiten, noch Gefluche enthalten durften, spielt Dschungel im Sturm offensiv mit seiner Erotik. Dabei gelingt es dem Drehbuch [...]

Dschungel im Sturm