Dschungel im Sturm

Regie: | Jahrzehnt: | Genre: ,


Filmkritik:

Dschungel im Sturm gestaltet sich vor allem aus filmhistorischem Blickwinkel interessant, denn er entstand vor der Einführung des Hays Code und kann als Musterbeispiel für die späte Pre-Code-Ära gesehen werden – wo nachfolgende Werke strengen Sittenregeln entsprechen mussten und weder Anzüglichkeiten, noch Gefluche enthalten durften, spielt Dschungel im Sturm offensiv mit seiner Erotik.

Dabei gelingt es dem Drehbuch jedoch, niemals plump zu wirken und die Handlungen seiner vier Hauptfiguren nachvollziehbar zu schildern, sodass zum Ende hin nicht nur die oftmals zweideutigen Dialoge, sondern auch die Auflösung der verstrickten Situation für einen stimmigen Unterhaltungswert sorgen. Zur gelungenen Figurenzeichnung tragen auch die Darsteller bei: Clark Gable, der kurze Zeit später (erneut mit Regisseur Victor Fleming) Weltruhm mit Vom Winde verweht erlangte, sowie die beiden passend besetzten Aktricen Mary Astor und Jean Harlow ergänzen sich prima, die Chemie stimmt.

So funktioniert Dschungel im Sturm in seinen 82 Minuten Spielzeit recht gut – was fehlt, sind größere Konflikte und markante Einzelszenen, denn trotz seines offenen Umgangs mit Themen wie Ehebruch und unehelichem Sex bleiben heftige Reibereien oder Gefühlsausbrüche seitens der Figuren aus – für längere Auseinandersetzungen war wohl zu wenig Spielzeit (und Budget) vorhanden.

Handlung:

Im Dschungel Indochinas führt der mürrische Dennis Carson in den Dreißiger Jahren ein arbeitsreiches Leben als Pächter eine Kautschuk-Plantage. Doch sein Alltag ändert sich, als eines Tages eine von den Behörden verfolgte attraktive junge Frau bei ihm auftaucht. Widerwillig nimmt er sie vorübergehend auf seiner Plantage auf. Als der neue Landvermesser Gary Willis überraschenderweise seine zart besaitete Ehefrau mitbringt, ist das Chaos perfekt – Carsons geordnete Welt wird durch sein Verlangen nach beiden Frauen auf den Kopf gestellt.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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