In The Killing Of A Sacred Deer nimmt Yorgos Lanthimos lose Bezug auf die griechische Mythologie und gießt die Sage um Iphigenie in die Form eines Thrillers. Wie in seinen bisherigen Filmen inszeniert der Grieche das Geschehen lakonisch und distanziert; dass sich der Tonfall den dramaturgischen Steigerungen der Geschichte entzieht, verleiht dem Film eine seltsame Stimmung und hinterfragt die Haltung zu den Protagonisten und dem Antagonisten. Lanthimos‘ sonst so präsenter Humor bleibt hier im Hintergrund, sein dezentes Aufblitzen rundet den ungewöhnlichen Thriller ab. Auch die Darsteller (Colin Farrell, Nicole Kidman) überzeugen.