In seinem Spielfilmdebüt Thief überführt Michael Mann den Film Noir in die Achtziger Jahre: Sein Werk hüllt eine Charakterstudie in den Mantel des Genrekinos. Vordergründig ein suspensevolles Heist-Movie, entwirft Thief seinen Antihelden als gesellschaftlich isolierten Individualisten, der vom bürgerlichen Leben träumt, sich die dafür nötigen Kompromisse aber nicht leisten kann und demnach zwangsläufig an der Differenz zwischen Innenleben und Außenwelt scheitern muss. James Caan spielt den verschlossenen Protagonisten mit großer Körperlichkeit und wird von den großartigen Neon-Bildern und der Musik von Tangerine Dream perfekt eingerahmt.