Es war einmal in Amerika

Filmkritik: Bereits in seiner ersten Sequenz beweist Es war einmal in Amerika seine Hingabe zur Epik und verbindet mit einem fast schon mythischen Telefonklingeln drei Handlungsebenen, überspannt damit einen Zeitraum von 50 Jahren. Wir wissen hier noch nicht, dass dieses Klingeln absolut alles ändern und vieles zerstören wird, aber es ist klar, dass es eine große Bedeutung hat. [...]

The Element Of Crime

Filmkritik: Bereits mit seinem Debütfilm The Element Of Crime bewies Lars von Trier sein enormes handwerkliches Geschick und den Anspruch, abseits ausgetretener Pfade Kunstwerke zu erschaffen. Der erste Teil der Europa-Trilogie, die von Trier mit Epidemic und Europa fortsetzte, weist sich schnell als Kriminalfilm aus und als Neo-Noir: In einer durch Hypnose induzierten Rückblende verfolgen wir die Ermittlungen [...]

Berlin Alexanderplatz

Filmkritik: Berlin Alexanderplatz zählt zu den Glanzstücken deutscher Fernsehgeschichte. WDR und Bavaria boten Rainer Werner Fassbinder die Gelegenheit, den von ihm sehr geschätzten gleichnamigen Roman von Alfred Döblin in seiner ganzen Ausführlichkeit zu verfilmen: Auf satte 930 Minuten beläuft sich die Spielzeit von Fassbinders 14-teiligem Epos, dass das Leben eines gesellschaftlichen Außenseiters in der Weimarer Republik nachzeichnet. Wie [...]

Terminator

Filmkritik: Obwohl Terminator für Hollywoodverhältnisse ungemein günstig produziert wurde und damit fast schon ein B-Movie darstellt, avancierte James Camerons Werk zu den Kultfilmen der Achtziger Jahre und hat seinen Reiz auch heute noch nicht verloren, weil der Film sich aufgrund des Budgets gänzlich auf das Wesentliche konzentriert und auf jegliches Beiwerk verzichtet. Wie eine hocheffektive Maschine baut Camerons [...]

Brazil

Filmkritik: Wie nur wenigen anderen Filmen gelingt es Brazil, Humor und Schrecken zu verbinden. Terry Gilliams Kultfilm beruft sich bei seiner Schilderung einer menschenverachtenden Diktatur zwar auf die klassischen Dystopien von Orwell, Huxley und Co, arbeitet jedoch auch die Herangehensweise von Franz Kafka mit ein, wenn er den riesigen Staatsapparat als groteskes Bürokratiemonster darstellt und durch zahlreiche Überhöhungen [...]

Détective

Filmkritik: 1985 veröffentlicht, stellt Détective Godards letzten konventionellen Spielfilm dar, bevor er sich vermehrt mit Werken über die Filmgeschichte und kleineren Parts von Episodenfilmen beschäftigte. Détective ist ein überaus postmoderner Film geworden, der beinahe ausschließlich in einem Hotel spielt und von diversen Figuren bevölkert wird, deren Werdegang in diversen Episoden gezeigt wird. Ein Interesse an realistischen Geschichten beweist [...]

Vorname Carmen

Filmkritik: "Um einen Film zu machen, genügen eine Waffe und ein Mädchen.", hat Godard einmal gesagt. Mit Vorname Carmen lässt er in einer sehr freien Adaption der weltberühmten Oper Carmen den Worten Taten folgen und schildert im wohl ungezügeltsten Film seines Spätwerks die Geschichte einer Femme Fatale, die einem Bankwachmann den Kopf verdreht und ins Verderben führt. Wirkten [...]

Passion (1982)

Filmkritik: Zwei Jahre nach seinem Comeback mit Rette sich, wer kann (das Leben) veröffentlichte Jean-Luc Godard seinen nächsten Film Passion und schildert in gewohnt unzusammenhängendem, episodischem Stil nicht vorankommende Dreharbeiten zu einem Film, in dem ein polnischer Regisseur versucht, bedeutende Gemälde nachzustellen, also sogenannte Tableau Vivants in Filmform zu präsentieren. Ein Film von Godard aus den Achtziger Jahren [...]

Rette sich, wer kann (das Leben)

Filmkritik: Ein Neustart im Jahr 1980: Jean-Luc Godard kehrte mit Rette sich, wer kann (das Leben) aus seinem ideologischen Exil, in das er sich mehr als zehn Jahre lang begeben hatte, um mit der Group Dziga Vertov ein nichtkommerzielles, politisches Kino zu schaffen, in das "Kino des Systems", dem er abgeschworen hatte, zurück. Der Geist des Mais 1968 [...]

Tenebre

Filmkritik: Mit Tenebre betätigte sich Dario Argento erneut im Bereich des Giallo, dem Subgenre des italienischen Slasherfilms, scheint den Stil der Strömung jedoch etwas weiterentwickeln zu wollen. Wie es sich gehört, treibt auch hier ein Killer mit schwarzen Lederhandschuhen und Rasiermesser sein Unwesen, doch im Gegensatz zu vielen anderen Gialli - insbesondere denen von Argento selbst - setzt [...]