Jahrzehnt: 1940-1949

Saboteure

Filmkritik: In seinem fünften US-Film Saboteure widmet sich Alfred Hitchcock einmal mehr seinem Lieblingsmotiv des unschuldig Verfolgten und inszenierte nach Die 39 Stufen einen weiteren Prototypen späterer Werke. Insbesondere Liebhaber des 17 Jahre später veröffentlichten Der unsichtbare Dritte werden viele bekannte Elemente wiederfinden. Von der ersten Szene an sorgt Hitchcock für Spannung und schickt seinen Protagonisten auf eine [...]

Saboteure 2017-09-11T13:53:49+00:00

Der große McGinty

Filmkritik: In seinem Regiedebüt Der große McGinty erzählt Preston Sturges eine klassische Geschichte um den Aufstieg und Fall eines Protagonisten. Für nur zehn Dollar verkaufte Sturges, der zuvor schon viele Jahre als Drehbuchautor gearbeitet hatte, sein Script an Paramount, um es selbst verfilmen zu dürfen und wurde damit Vorreiter einer prominenten Reihe von Filmemachern, die sich Inhalten und [...]

Der große McGinty 2017-07-26T18:49:55+00:00

Port Of Flowers

Filmkritik: Port Of Flowers, der Debütfilm von Keisuke Kinoshita, erschien 1943 und damit in der Hochphase des Zweiten Weltkrieges. Zunächst beginnt sein Film wie eine heitere Komödie und schildert das Leben eines kleinen Küstendorfes und die Ankunft zwei Hochstapler, die unabhängig voneinander eintreffen und sich beinahe in die Quere kommen, dann jedoch zusammenarbeiten. Unter dem Vorwand, wie ihr [...]

Port Of Flowers 2017-07-26T18:47:47+00:00

Bitterer Reis

Filmkritik: Bitterer Reis zählt zu den Vertretern des Italienischen Neorealismus, transportiert seine Gesellschaftskritik jedoch im Gegensatz zu den anderen Werken der Strömung weniger nüchtern und dokumentarisch, sondern setzt deutlicher auf Krimi-Elemente, Melodramatik und die Reize seiner Hauptdarstellerinnen. Der Film von Giuseppe De Santis schildert das Leben der Mondinas, den Saisonarbeiterinnen auf den Reisfarmen Norditaliens. Die Frauen arbeiteten unter [...]

Bitterer Reis 2017-07-26T18:47:12+00:00

Die Spur des Falken

Filmkritik: Es müssen nicht immer die ersten Werke einer Strömung sein, die diese definieren: Als der Thriller Stranger On The Third Floor 1940 die Ära des Film Noir einläutete, verlief die Rezeption des aus damaliger Sicht "künstlichen" Stils der schwarzen Serie noch zwiespältig. Ein Jahr später erschien dann John Hustons Debütfilm Die Spur des Falken und avancierte zum Klassiker, [...]

Die Spur des Falken 2017-06-15T23:20:24+00:00

Der Mann mit der Narbe

Filmkritik: Der Mann mit der Narbe beginnt als rassiger Gangsterfilm, mit einem Raubüberfall. Dieser gelingt zwar, erweist sich dennoch als fatal für alle Beteiligten, denn das Geld gehörte der Mafia, die die Jagd auf die Diebe eröffnet. Schnell bleibt nur noch der Drahtzieher der Aktion übrig. Dieser von Paul Henreid nicht ohne Reiz gespielte Gangster ist die Hauptfigur [...]

Der Mann mit der Narbe 2017-06-15T17:14:17+00:00

Ring frei für Stoker Thompson

Filmkritik: In dem ungewöhnlichen Film Noir Ring frei für Stoker Thompson dreht sich alles um ein Element: die Zeit. Nicht nur, weil die Lauflänge lediglich knackige 72 Minuten beträgt, sondern vor allem, weil der Klassiker von Robert Wise nahezu in Echtzeit abläuft, wie die stetig eingeblendeten Uhren dokumentieren. Am deutlichsten äußert sich dies im finalen Boxkampf des Films, der [...]

Ring frei für Stoker Thompson 2017-06-16T15:02:39+00:00

Späte Sühne

Filmkritik: Späte Sühne zählt weder zu den wirklich bekannten Film Noirs, noch zu den regelmäßig erwähnten Arbeiten von Humphrey Bogart; überzeugen kann das Werk von Regie-Routinier John Cromwell dennoch und greift auf alle klassischen Noir-Zutaten zurück, arbeitet mit Rückblenden, expressiver Low-Key-Beleuchtung und serviert einen archetypischen Plot um einen Kriegsheimkehrer, der als auf eigene Faust den Mord an einem Freund [...]

Späte Sühne 2017-06-16T16:21:32+00:00

Die seltsamen Abenteuer des Herrn Fridolin B.

Filmkritik: Nachdem Wolfgang Staudtes staatskritische Komödie Der Mann, dem man den Namen stahl 1944 zensiert wurde, das gekürzte Drehmaterial in den Kriegswirren verloren ging und der Regisseur mit Die Mörder sind unter uns zu Nachkriegsruhm gelangte, konnte er mit Die seltsamen Abenteuer des Herrn Fridolin B. ein Remake seines verstümmelten Originals drehen. Mit zwei schnitt- und dialogtechnisch großartig [...]

Die seltsamen Abenteuer des Herrn Fridolin B. 2017-06-19T22:56:34+00:00

Ein Brief an drei Frauen

Filmkritik: Bereits ein Jahr, bevor Regisseur Joseph L. Mankiewicz mit Alles über Eva sein Karrierehighlight schuf, heimste er den Regie-Oscar für das feine Drama Ein Brief an drei Frauen ein. Aufgrund der verzwickten Ausgangssituation gelingt es dem Film von Beginn an, seinen Zuschauer neugierig zu machen – die Ausgangsfrage, welcher Mann seiner Frau untreu geworden ist, wird wie [...]

Ein Brief an drei Frauen 2017-09-19T11:45:45+00:00