In dem 77 Minuten kurzen Kriminalfilm Jagd ohne Gnade erzählt Pietro Germi in vier Episoden die Fluchtversuche einer vierköpfigen Räuberbande nach einem zunächst erfolgreichen Überfall. Wie schon sein zwei Jahre zuvor gedrehter Im Namen des Gesetzes zählt auch dieser Film Germis zum Neorealismo nero und kombiniert ein neorealistisches Fundament mit Elementen des Genrekinos. Jagd ohne Gnade wurde an Originalschauplätzen gedreht, zeichnet die Großstadt als bedrohlichen Ort und das gestohlene Geld als Bürde – Ideen, die eng mit dem Film noir verwandt sind. Germis Werk ist sowohl eine stimmungsvolle Milieustudie als auch ein spannender Kriminalfilm.