Der australische Horrorfilm Picknick am Valentinstag ist ein höchst ungewöhnlicher Vertreter des Genres. Statt uns mit konkreten Schrecken zu schocken, wirkt Peter Weirs Werk rein suggestiv. Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film spielt um das Jahr 1900 und schildert das Verschwinden einiger Schülerinnen im Outback. Dabei verzichtet das Drehbuch auf konventionelle Erzählmethoden und entwirft ein zeitloses Mysterium, das keine Antworten liefert. Picknick am Valentinstag verpackt das Geschehen in traumartige Naturbilder, die allem Sonnenschein zum Trotz ins Negative kippen – nur durch den Einsatz von Musik etabliert der Film eine unheilvolle Stimmung.