Mit Stay drehte Marc Forster die Light-Fassung eines David Lynch-Films, ohne dessen Qualität ansatzweise zu erreichen. Sein Mysterydrama setzt die aus den Fugen geratene Filmwelt durch schräge Perspektiven, absichtliche Schnittfehler und kuriose Statisten ansprechend in Szene. Die enorme Anzahl digitaler Szenenübergänge ist symptomatisch: Forster stellt sein Handwerk so angestrengt aus, dass es unfreiwillig komisch wirkt. Auch inhaltlich bleibt Stay halbgar: Die Ellipsen und Dopplungen des Plots führen nirgendwo hin, sondern bleiben bedeutungsvolles Geraune, das im Schlusstwist ad absurdum geführt wird. Hier wird klar, dass schon die Erzählperspektive ein Verrat an uns Zuschauern ist.