Anfangs mutet Die schwarze Narzisse beinahe wie ein altbackener Abenteuerfilm an, wirkt etwas bieder inszeniert und benötigt lange für seine Exposition. Doch nach einer halben Stunde Spielzeit fährt das erprobte Regisseursduo Powell & Pressburger immer farbenprächtigere Technicolorbilder auf, die im Zusammenspiel mit den großartigen Matte Paintings dafür sorgen, dass Die schwarze Narzisse wirkt, als wäre er an Originalschauplätzen im Himalaya gedreht worden, statt in einem englischen Studio.

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Filmkritik:

Richtig gut hat mir dann die zweite Hälfte des Films gefallen. Obwohl das Tempo nach wie vor etwas verhalten ausfällt, gelingt es, die Spannung hochzufahren – die fremde Umgebung übt einen seltsamen Einfluss auf die Figuren aus, setzt sie unter Druck und lässt ihre neurotischen Eigenschaften hervortreten.

Bei Nonnen wirkt dies seltsam anachronistisch und entpuppt sich als äußerst wirkungsvoll, der dramaturgische Unterbau erinnert mehr an klassische Horrorfilme, was Die schwarze Narzisse im Finale vom lauen Abenteuerfilm zum ungewöhnlichen Psychothriller mutieren lässt. Dabei fällt das Geschehen noch eine Spur zu unspektakulär aus, was wohl der Entstehungszeit geschuldet ist. Dennoch bereitet Die schwarze Narzisse einigen Spaß, wird von wunderbaren Darstellerinnen und tollen Bildern getragen.

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DIE ÄRA

Die Vierziger Jahre wurden durch den Zweiten Weltkrieg geprägt. Die pessimistische Weltlage schwappte in die Filmwelt über und sorgte für einen ernsteren Tonfall und düstere Bilder. Gleich zwei Strömungen von Weltruf entstanden in diesem Jahrzehnt: Der Film Noir mit seinen harten Genrefilmen und der Italienische Neorealismus mit seinem Pessimismus.

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DAS GENRE

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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