Drei Abende mit … Hitchcock & Stewart




In der Rubrik Drei Abende mit … widme ich mich drei Tage lang einem spezifischen Thema, um kurze Überblicke zu bestimmten Filmemachern oder Werken zu geben.

Über das Thema:

Alfred Hitchcock war ein Perfektionist, dem die Planung eines Films mehr Spaß als das Drehen bereitete, wo dann praktische Unwägbarkeiten und Kompromisse die akkurate Planung beeinträchtigten. Als steter Dorn im Auge des Briten erwiesen sich vor allem freigeistige Schauspieler, die „seine“ Drehbuchfiguren durch Improvisationen und Abweichungen veränderten oder sich mit expressivem Spiel in den Vordergrund drängten – eine Rolle in einem Film von Alfred Hitchcock zu spielen, bedeutete vor allem, sich als identifikationsstiftende Oberfläche für das Publikum anzubieten.

Kein Schauspieler steht derart für diesen Prototyp wie James Stewart, dessen unaufgeregtes Spiel sich hervorragend für Hitchcocks Philosophie eignete. Gleich vier Werke drehte der Master of Suspense mit Stewart als Hauptdarsteller. Selbst im reichhaltigen Oeuvre der beiden Filmlegenden werden diese Kollaborationen jeweils zu den besten Arbeiten gezählt.

Filmauswahl:

Unter den vier Werken von Hitchcock und Stewart habe ich Vertigo am häufigsten gesehen und daher für diese Ausgabe von Drei Abende mit … die übrigen drei Werke ausgewählt.

Ich freue mich besonders auf das Wiedersehen, weil ich bisher mit keinem der Klassiker so richtig warm geworden bin. Cocktail für eine Leiche blieb für mich eine technische Spielerei, Der Mann, der zuviel wusste erschien mir arm an Highlights und bei Das Fenster zum Hof störte mich ein entscheidender Makel in der Konzeption. Ich hoffe, an den kommenden Abenden neue Facetten zu entdecken und der Zusammenarbeit von Hitchock und Stewart eine größere Wertschätzung entgegenbringen zu können.

Geschaut werden die Filme dieses Mal nicht chronologisch, sondern in dieser Reihenfolge:

1948 – Cocktail für eine Leiche
1956 – Der Mann, der zuviel wusste
1954 – Das Fenster zum Hof

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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