Getragen von einer fatalistischen Stimmung und basierend auf einem Manga, schildert Lady Snowblood die Rache einer so eiskalten wie tödlichen Frau an den Peinigern ihrer Mutter und setzt dabei zu großen Teilen auf Studioaufnahmen, die dem Film einigen Charme verleihen und schön anzusehen sind. Schon die Eröffnungsszene, in der die Protagonistin auf einer verschneiten Straße ihrem ersten Opfer auflauert, gibt die Richtung vor – neben der sehenswerten Bildgestaltung macht sich hier auch die deftige Gewaltdarstellung bemerkbar.
Als ein wesentlicher Faktor für Lady Snowblood erweist sich indes vor allem das Charisma von Hauptdarstellerin Meiko Kaji, die es hervorragend versteht, aus wenigen Gesten viel zu machen. Auch die Narration erscheint wertiger als bei den meisten anderen Exploitationfilmen und bringt eine zusätzliche Dynamik ein, weil der Plot nicht geradlinig, sondern unter Zuhilfenahme mehrerer Ebenen von Rückblenden erzählt wird.
Es ließe sich dem Film von Toshiya Fujita vorhalten, dass er rund zwanzig Minuten zu lange benötigt, um seine Geschichte dem Ende entgegen zu bringen, doch die Twists, die ansehnlichen Actionszenen, die wunderbare Meiko Kaji und die tolle Musik sorgen dennoch für ein stimmiges Filmerlebnis.