Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo zählt zum Vermächtnis von Sadao Yamanaka, der im Alter von nur 28 Jahren verstarb, das japanische Kino jedoch trotz seiner Jugend nachdrücklich prägte.

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Filmkritik:

In nur fünf Jahren drehte Yamanaka ganze 26 Filme. Mit seinen Jidai-geki genannten Historienfilmen setzte er Standards für die noch im Entstehen befindliche japanische Filmindustrie und ebnete mit seinen modernen Inszenierungen den Weg für Nachfolger wie Kenji Mizoguchi und Akira Kurosawa, die es dann zu internationaler Anerkennung brachten. Für Yamanakas Werke gilt dies nur eingeschränkt. Nicht nur verhinderte der frühe Tod des aufkommenden Talents eine große Karriere, auch die frühen Arbeiten gelten als zerstört: Lediglich Kopien von drei der 26 Filme überdauerten den Zweiten Weltkrieg.

Glücklicherweise gehört auch Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo zu den geretteten Werken, denn diese 1935 veröffentlichte Komödie in historischem Setting verdeutlicht Yamanakas Qualitäten: Die Inszenierung wirkt alles andere als altbacken und erinnert sowohl in puncto Tempo als auch technisch schon eher an Filme aus der Nachkriegsära. Die Narration scheint ebenfalls ihrer Zeit voraus gewesen zu sein und schildert geschickt in mehreren Handlungssträngen die Erlebnisse von einem halben Dutzend Figuren.

Ganz wie im modernen Kino mischt Yamanaka Bestandteile mehrerer Genres. In erster Linie mag es sich um eine Komödie handeln, die ihre Figuren mit gutmütigem Humor in diverse amüsante Konflikte verstrickt und auch einigen Wortwitz bietet, darüber hinaus beinhaltet der Historienfilm jedoch auch einige Dramatik und verhandelt universelle Themen wie Ehre, Schicksal und den Wert von Reichtum.

Für Yamanakas Gestaltungswillen spricht auch, dass er die damals populäre Figur des herrenlosen Samurai Sazen Tange, einem einäugigen und einarmigen Vorläufer von Zatoichi und späteren Epigonen, ironisch einsetzt und dieser sich seiner rauen Schale zum Trotz einer sozialen Verantwortung stellen muss.

Damit erweist sich Sazen Tange And The Pot Worth A Million Ryo als moralischer Film, der dank Yamanakas Umsicht und Können ohne einen vordergründigen mahnenden Zeigefinger auskommt und die Pionierstellung des Japaners nachvollziehbar untermauert.

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DIE ÄRA

In den Dreißiger Jahren setzte sich der Tonfilm endgültig durch. In den USA brach die Ära des klassischen Hollywood an. In Frankreich entstand eine der einflussreichsten Strömungen der Kinogeschichte: Der Poetische Realismus. Der drohende Weltkrieg sorgte in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts für eine Auswanderungswelle europäischer Filmschaffender, was die Vormachtstellung Hollywoods zementierte.

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DIE ÄRA

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DAS GENRE

Die Komödie zählt zu den Grundfesten des Kinos und funktioniert – wie auch der Horrorfilm – affektgebunden. Deshalb bringt uns der Slapstick aus den Stummfilmen von Charlie Chaplin genauso zum Lachen wie die rasenden Wortgefechte der Screwball-Komödien aus den Dreißiger Jahren, die spleenigen Charaktere von Woody Allen oder die wendungsreichen Geschichten von Billy Wilder.

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Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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