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Saw

Ein Film von 
Genres: Horrorfilm, Thriller | Erscheinungsjahr: 2004 | Jahrzehnt: 2000 - 2009 | Produktionsland: USA
Als Saw im Jahr 2004 die Genrefans begeisterte, war die Ironie noch nicht abzusehen, doch inzwischen wissen wir: Ausgerechnet dieser in nur 18 Tagen abgedrehte Low-Budget-Film brachte ein zehnteiliges Franchise hervor.
Erscheinungsjahr: 2004
Jahrzehnt: 2000 - 2009
Produktionsland: USA
Als Saw im Jahr 2004 die Genrefans begeisterte, war die Ironie noch nicht abzusehen, doch inzwischen wissen wir: Ausgerechnet dieser in nur 18 Tagen abgedrehte Low-Budget-Film brachte ein zehnteiliges Franchise hervor.

Filmkritik

Beim Auftakt der Reihe erweisen sich die beschränkten Mittel als Vorteil, weil dieser aus seinem Nachteil eine Tugend formte und sämtliche Elemente auf das Wesentliche herunterbricht. Doch Saw entwickelt seine Spannung nicht nur aus der Tatsache, dass sich der Großteil der Spielzeit um zwei in einem Raum eingesperrte Protagonisten dreht, sondern durch den freimütigen Verzicht auf Realismus.

So reizt das Drehbuch das suspension of disbelief nur zu gerne aus und entfaltet ein mysteriöses Vexierspiel, bei dem das Publikum mit immer neuen Details und Querverweisen gefüttert wird. Das mag bisweilen unrealistisch wirken, verfehlt jedoch seine Wirkung nicht: Die Spannungskurve verläuft auf konstant hohem Niveau.

Der Ruf der selbstzweckhaften Gewaltdarstellung mag auf die Reihe in ihrer Gesamtheit zutreffen, doch im Gegensatz zu seinen Nachfolgern kommt Saw noch mit relativ wenig sichtbarer Gewalt aus, sondern setzt über weite Teile auf psychologische Spannung und eine etwas dick aufgetragene, aber nichtsdestotrotz mitreißende Inszenierung. Der effektvollen Dramaturgie wird alles andere untergeordnet, sodass die Figurenzeichnung auf ein Minimum reduziert wird, was in einigen Szenen dazu führt, dass wir ihr Innenleben nicht einschätzen können und damit Empathiemöglichkeiten verloren gehen.

Dennoch: Als harter Thriller mit Horrorfilmeinschlag funktioniert Saw gut, erzählt spannungs- und wendungsreich, überrascht im Finale und liefert damit insgesamt runde Unterhaltung für Genrefans.

★★★★☆☆

Horrorfilm

Das Horrorgenre gibt uns die Möglichkeit, Schreckensszenarien durchzuspielen und damit Stress aus unserem Unterbewusstsein abzuleiten. Der Horrorfilm bedroht immer die Normalität – sei es durch Geister, Monster oder Serienkiller. In der Regel bestrafen die Antagonisten die Verfehlungen von Sündern, inzwischen verarbeiten postmoderne Horrorfilme diese Motive jedoch auch ironisch und verbreitern damit die ursprünglichen Sujets des Genres.

Filmszene aus The Texas Chainsaw Massacre - Blutgericht in Texas

Thriller

Ähnlich wie der Actionfilm basiert auch das Thriller-Genre nicht auf inhaltlichen, sondern auf formalen Gesichtspunkten. Eine größtmögliche, im Optimalfall konstant gehaltene Spannung ist das Ziel. Dafür bedienen sich Thriller in der Regel einer konkreten Bedrohungslage. Wird die Gefahr überwiegend über Andeutungen und Suspense transportiert, findet gerne der Terminus Psychothriller Anwendung.

Filmszene aus Ronin

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Foto Tom Schünemann

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.
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