Tödliche Versprechen

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Nachdem sich David Cronenberg bereits zuvor mit A History Of Violence einem geradlinigen Thriller zuwandte und seinen vielleicht mainstreamigsten Film drehte, knüpft der kanadische Regisseur zwei Jahre später mit Tödliche Versprechen direkt daran an und schildert das Milieu der russischen Mafia in London.

Dabei interessiert sich Cronenberg erfreulicherweise nicht für Klischees, sein Werk versteht sich auch gar nicht als klassischer Gangsterfilm; vielmehr beobachtet Tödliche Versprechen, wie seine Figuren in ihren Gesellschaftssystemen funktionieren und welche Wechselwirkungen sich daraus ergeben – der Film wird nicht durch seinen Plot, sondern durch die Charakterentwicklung vorangetrieben.

Dank der famosen Leistungen von Viggo Mortensen, Vincent Cassel und Naomi Watts klappt das ziemlich gut, auch Cronenbergs Präsentation bietet einige tolle Schauwerte, beispielsweise einen äußerst memorablen, enorm physisch inszenierten Faustkampf in einer Sauna.

Dennoch fehlt dem Film ein Gegengewicht zu den Figuren. So geschickt Tödliche Versprechen seine Protagonisten auch miteinander verbindet, hängen sie bisweilen etwas in der Luft, was durch eine dominantere Handlungsebene ausgeglichen werden könnte. Hier glänzt Cronenbergs Werk jedoch immer noch mit seiner stimmigen Atmosphäre, die sich immer mehr verdichtet.

Handlung:

Bei einer Geburt in einem Londoner Krankenhaus stirbt die junge russische Mutter in den Armen der Hebamme Anna. Da die Identität der Toten, einer offenbar illegalen osteuropäischen Prostituierten, unbekannt ist, setzt Anna alles daran, die Angehörigen des verwaisten Säuglings zu finden. Anhand eines russischen Tagebuchs stößt sie auf den Restaurantbesitzer Semyon und seinen Sohn Kirill. Doch das Tagebuch enthält Schilderungen, die die beiden der russischen Mafia zugehörigen Männer ins Gefängnis bringen könnten – Anna schwebt in Lebensgefahr…

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-16T18:04:55+00:00

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