A History Of Violence

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Etwas klischeehaft zeichnet A History Of Violence zu Beginn das Bild einer heilen Bilderbuchfamilie und zieht seinen Reiz im weiteren Verlauf aus dem Kontrast zwischen diesem Idealbild und einer äußeren gewaltsamen Bedrohung, die auch Inneren, im Kern der Familie, Veränderungen auslöst. Dies wiederum ist ein typisches Cronenberg-Sujet: Ließ er in seiner frühen Schaffensperiode noch Körper transformieren, widmet er sich seit dem neuen Jahrtausend zunehmend dem Geist des Menschen.

Dabei bleibt A History Of Violence jedoch vornehmlich ein konventioneller Genrefilm, denn mehr, als den Wandel seines Protagonisten anhand zweier konträrer Sexszenen zu veranschaulichen, fällt dem Script auf psychologischer Ebene nicht ein, die Figurenzeichnung bleibt trotz der Zeit, die sich der Film für sie nimmt, oberflächlich; doch immerhin handelt A History Of Violence ja auch von dem äußeren Anschein der Menschen.

Überzeugen können die Darsteller, die mit viel körperlicher Präsenz agieren (auch hier dienen die gelungenen Action- und Sexszenen als gutes Beispiel) und von Cronenbergs unmittelbarer Inszenierung profitieren. Überhaupt überzeugt A History Of Violence handwerklich – Kamera, Schnitt und Musik sorgen für eine dichte Atmosphäre.

Das letzte Drittel unterstreicht dann die Genrefilmlastigkeit und fällt recht einfallslos aus. Allerdings hat mir die Schlussszene des Films gefallen. Mit der gekonnt formulierten Frage, ob die Familie nach ihrer Transformation jemals wieder ein normales Leben aufnehmen kann, beschäftigt A History Of Violence über den Abspann hinaus.

Handlung:

Tom Stall lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale Räuber überfallen Tom im Coffeeshop. Er erkennt die Gefahr rechtzeitig und bewahrt seine Kunden und Freunde vor dem Schlimmsten, indem er die beiden gesuchten Mörder in Notwehr erschießt. Weil Tom daraufhin als Held gefeiert wird, steht sein Leben plötzlich Kopf – das Ereignis löst einen landesweiten Medienrummel aus. Dann erscheint der geheimnisvolle Carl Fogarty in Millbrook. Er bedroht Tom, weil er ihn für einen Mann namens Joey hält, mit dem er schon lange abrechnen will. Tom versucht Fogarty zu erklären, dass eine Verwechslung vorliegt. Doch Fogarty lässt nicht locker…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-07-26T19:12:41+00:00

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