Coherence

Regie: | Jahrzehnt: | Genre: ,


Filmkritik:

Was für ein beachtenswertes Debüt: James Ward Byrkit schrieb das Drehbuch für Coherence und führte mit kleinem Budget Regie. Dabei beweist er trotz des Themas, dass er ein Händchen für natürlich wirkende Figuren und Dialoge hat; dem Film gelingt es bereits nach wenigen Minuten, dass der Zuschauer sich zugehörig fühlt zu der Gruppe von Freunden, die Coherence im Folgenden auf einen unvorhersehbaren und durchweg spannenden Trip schickt. Dabei schert sich das Script erfreulicherweise überhaupt nicht darum, den Auslöser oder Verlauf seiner Geschichte zu erklären; es handelt sich zwar im weitesten Sinne um einen Science-Fiction-Film, doch Aliens, Raumschiffe und Klischees bleiben komplett außen vor.

Stattdessen hat Coherence einen bodenständigen, „praxisnahen“ Ansatz zu bieten und entwickelt diesen mit großer Konsequenz und recht hohem Tempo weiter, wobei er den schwierigen Spagat schafft, dem Publikum nur wenig festen Boden unter den Füßen zu lassen und ihm Kombinationsvermögen zuzutrauen, gleichzeitig jedoch einen ausgefeilten Spannungsbogen und hohen Unterhaltungsfaktor zu bieten hat. Damit fällt Coherence deutlich weniger komplex als der schwierige britische Independentfilm Primer aus, erreicht jedoch nicht ganz das hohe Spaßlevel von Nacho Vigalondos großartigem TimeCrimes; letztlich schildert Coherence zwischen den unzähligen clever eingesetzten und durchweg ominösen Verwicklungen zu wenig Konkretes, sodass spezifische Höhepunkte auf der Strecke bleiben.

Doch das ist Kritik auf hohem Niveau: Idee und Drehbuch zählen zu den erfrischendsten der letzten Jahre und bereiten viel Spaß, doch trotz des Budgets überzeugt auch die Umsetzung. Die Bildgestaltung, die dichte Atmosphäre, die stets natürlich agierenden Darsteller und die tolle musikalische Untermalung sorgen für tolles Filmerlebnis und machen Coherence zu einem Pflichtfilm für Fans von mysteriösen und überraschenden Werken.

Handlung:

Acht Freunde treffen sich nach längerer Zeit mal wieder zum gemeinsamen Abendessen. Dass am selben Abend ein Komet nahe der Erde vorbeifliegt, findet zunächst nur am Rande Beachtung. Als aber die Mobiltelefone plötzlich verrückt spielen und im ganzen Viertel der Strom ausfällt, werden erste Zweifel wach, ob es sich tatsächlich nur um ein harmloses Himmelsphänomen handelt. Doch ein Notstromgenerator sorgt für Abhilfe und die Zweifel sind schnell zerstreut. Bis jemandem ein paar Straßen weiter ein zweites Haus auffällt, das offensichtlich als einziges im Viertel ebenfalls noch Strom hat und zwei der Freunde eine Box mit Fotos aller Anwesenden finden und der Abend zunehmend seltsamer und gefährlicher wird…

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-07-26T18:35:08+00:00

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