Terminator

Filmkritik: Obwohl Terminator für Hollywoodverhältnisse ungemein günstig produziert wurde und damit fast schon ein B-Movie darstellt, avancierte James Camerons Werk zu den Kultfilmen der Achtziger Jahre und hat seinen Reiz auch heute noch nicht verloren, weil der Film sich aufgrund des Budgets gänzlich auf das Wesentliche konzentriert und auf jegliches Beiwerk verzichtet. Wie eine hocheffektive Maschine baut Camerons [...]

The Man From Earth

Filmkritik: Der Independentfilm The Man From Earth wurde nicht nur mit minimalem Budget in einem einzigen Zimmer gedreht, sondern verfügt über eine interessante Idee: Was könnte ein Mensch erzählen, der seit 14.000 Jahren lebt? Dabei verzichtet das ungewöhnliche Science-Fiction-Kammerspiel auf jeglichen Schnickschnack und versammelt seine Protagonisten direkt in den ersten Minuten in einem Raum mit dem vermeintlich Unsterblichen [...]

Fahrenheit 451

Filmkritik: Weil François Truffaut für die Adaption von Fahrenheit 451, dem dystopischen Romanklassiker von Ray Bradbury, in Frankreich keine Geldgeber fand, wagte er sich an seine erste und einzige englischsprachige Produktion und drehte in London mit einem internationalen Cast, zu dem Oskar Werner und Julie Christie zählen. Leider scheitert Truffauts Verfilmung aufgrund zweier wesentlicher Schwächen. Im Gegensatz zu [...]

Solaris (1972)

Filmkritik: Bereits einige Jahre von seinem Meisterwerk Stalker drehte Andrei Tarkowski mit der Stanislav-Lem-Adaption Solaris einen herausragenden Film mit komplexen Bedeutungsebenen und der für den Regisseur so typischen elegischen Inszenierung. In der ausführlichen Exposition, die wie nebenbei in wunderbaren Naturbildern schwelgt, wird das Wesen des Planeten Solaris erklärt, der ganz und gar von einem schaumigen Ozean bedeckt ist [...]

Minority Report

Filmkritik: Minority Report basiert wie so viele andere Science-Fiction-Filme (Blade Runner, A Scanner Darkly, Total Recall) auf einer Idee von Philip K. Dick, der sich einmal mehr kritisch mit der Idee eines Überwachungsstaates auseinandersetzt und uns die Frage stellt, ob in Freiheit zu leben auch bedeutet, Fehler auf Kosten der Gesellschaft machen zu dürfen. Als knallhart durchkalkuliertes Hollywoodprodukt [...]

Edge Of Tomorrow

Filmkritik: Welch positive Überraschung! Statt wie ein Jahr zuvor mit Oblivion ein gänzlich auf Tom Cruise zugeschnittenes Starvehikel abzuliefern, serviert Hollywood mit Edge Of Tomorrow eines der unterhaltsamsten Werke der letzten Jahre. Der Film von Doug Liman (Die Bourne Identität) setzt voll und ganz auf eine nicht neue, aber nach wie vor originelle Idee und schildert seinen Sci-Fi-Plot in [...]

Stalker

Filmkritik: Der russische Klassiker Stalker zählt zu den unantastbaren Monumenten des Weltkinos und vollbringt nicht weniger, als aus technischer Perfektion und brillanter Geschichte pure Kinomagie zu erschaffen. Für das Drehbuch von Andrei Tarkowskis Meisterwerk griffen sich die beiden Brüder Arkadi und Boris Strugazki ein Kapitel ihres Science-Fiction-Romans Picknick am Wegesrand heraus und bauten es aus. Der Titel bezieht [...]

Brazil

Filmkritik: Wie nur wenigen anderen Filmen gelingt es Brazil, Humor und Schrecken zu verbinden. Terry Gilliams Kultfilm beruft sich bei seiner Schilderung einer menschenverachtenden Diktatur zwar auf die klassischen Dystopien von Orwell, Huxley und Co, arbeitet jedoch auch die Herangehensweise von Franz Kafka mit ein, wenn er den riesigen Staatsapparat als groteskes Bürokratiemonster darstellt und durch zahlreiche Überhöhungen [...]

Predestination

Filmkritik: Nachdem die Spierig-Brüder bereits in ihrem eher mauen Sci-Fi-Vampirthriller Daybreakers eine düstere Zukunftsversion entwarfen, bleiben Sie dem Setting auch mit Predestination treu; allerdings spielt ihr auf der tollen Kurzgeschichte All You Zombies basierender Film hauptsächlich in den Siebziger Jahren. Wie das geht? Predestination handelt (auch) von Zeitreisen. Trotz des packenden Anfangs handelt es sich allerdings nicht um [...]

Alles, was wir geben mussten

Filmkritik: Obwohl Kazuo Ishiguros Roman Alles, was wir geben mussten erst im Jahr 2005 erschien, gilt er inzwischen schon als moderner Klassiker; die Adaption erreichte diesen Status bislang noch nicht, doch ich hoffe, das ändert sich noch, denn Drehbuchautor Alex Garland und Regisseur Mark Romanek übersetzten Geist und Atmosphäre des Romans wunderbar auf das Medium Film. Alles, was [...]