Nachdem Ridley Scotts Alien quasi direkt bei seiner Veröffentlichung zum Klassiker wurde, reiften schnell Fortsetzungspläne, die in Aliens – Die Rückkehr, dem zweiten Werk der inzwischen vierteiligen Saga mündeten. Geschickt schließt Teil 2 direkt an die Handlung des Vorgängers an und nutzt hier die erstmalige Chance, Titelheldin Ripley als Figur etwas mehr Tiefe zu verleihen, wofür im ersten Film keine Zeit blieb.

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Filmkritik:

Nach der einstündigen und damit ein ganzes Stück zu langen Exposition offenbaren sich zwei Elemente, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie ziehen sollten: In jedem neuen Teil der Tetralogie verändern sich die Genreanteile und die Optik. Alien funktionierte nach klassischer Horrorfilmdramaturgie und setzte in der zweiten Filmhälfte vor allem auf dunkelgrüne Bilder, während James Cameron die Optik von Aliens in leuchtende Blautöne taucht und die Spannung des Mysteriösen durch deutlich mehr Action und sichtbare Bedrohungen ersetzt.

Die eiskalte Atmosphäre des ersten Teils konnte der Regisseur dabei konservieren, auch Aliens entwirft mit seinem menschenleeren, teilweise zerstörten planetaren Außenposten ein stimmiges Schreckensszenario, das tolle Setdesign kann mit dem des Vorgängers mithalten. Mein Lieblingselement aus dem ersten Teil, das aufreibende, präsente Herzklopfen, findet in Teil 2 mit dem Piepen der Bewegungsmelder, die sich nähernde Gefahr signalisieren, eine schöne Entsprechung.

Dennoch erreicht Aliens nicht ganz das hohe Spannungsniveau des Vorgängers, was an der Vielzahl der Aliens liegt, deren Bedrohung unkonkreter erscheint als bei nur einem Geschöpf. Zudem erweist sich der Kampftrupp als ziemlich überzeichnet und klischeehaft, reicht in puncto Persönlichkeit nicht an die Crew aus Teil 1 heran – das Schicksal dieser im wahrsten Sinne des Wortes Schießbudenfiguren berührt nicht besonders.

Zu steigern vermag sich Camerons zweiter Teil hingegen im Finale, das nicht nur etwas mehr über die Aliens verrät, sondern mit dem imposanten Schlusskampf eines der größten Highlights der gesamten Saga auffährt.

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DIE ÄRA

Nach zwei Jahrzehnten, die sich zunehmend auf anspruchsvolle Werke fokussierten, fand in den Achtziger Jahren ein Umschwung statt. Genrefilme erlebten ein Comeback und Hollywood setzte zunehmend auf aufwendige Blockbuster. Das Unterhaltungskino begann, die Kinolandschaft zu dominieren.

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Der Science-Fiction-Film besitzt eine Vielzahl von Ausprägungen: Erdbesuche von Alien und die Erkundung fremder Planeten zählen ebenso zum Repertoire wie dystopische Dramen und Zeitreisefilme. Dabei ergeben sich oft Schnittstellen zu anderen Genres – vom Horrorfilm bis zur Komödie ist im Sci-Fi-Setting alles möglich.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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