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Deep End

Ein Film von 
Genres: Drama, Komödie | Erscheinungsjahr: 1970 | Jahrzehnt: 1970 - 1979 | Produktionsland: Großbritannien
Die Pubertät ist eine schwierige Zeit – die Welt ist so groß und man selbst so klein, ohne Lebenserfahrung, aber voller Flausen. Wer diese Phase des Lebens bewältigt hat, vergisst sie meist erfolgreich. Dem Regisseur Jerzy Skolimowski ist es gelungen, verdrängte Erinnerungen zurückzuholen: Mit dem 1970 gedrehten Deep End erzählt er von einer kurzen Phase aus dem Leben des 15-jährigen Mike, der sich in seine deutlich reifere Kollegin Susan verguckt.
Genres: Drama, Komödie
Erscheinungsjahr: 1970
Jahrzehnt: 1970 - 1979
Produktionsland: Großbritannien
Die Pubertät ist eine schwierige Zeit – die Welt ist so groß und man selbst so klein, ohne Lebenserfahrung, aber voller Flausen. Wer diese Phase des Lebens bewältigt hat, vergisst sie meist erfolgreich. Dem Regisseur Jerzy Skolimowski ist es gelungen, verdrängte Erinnerungen zurückzuholen: Mit dem 1970 gedrehten Deep End erzählt er von einer kurzen Phase aus dem Leben des 15-jährigen Mike, der sich in seine deutlich reifere Kollegin Susan verguckt.

Filmkritik

In Deep End beschreibt Regisseur und Drehbuchautor Jerzy Skolimowski die heißkalten Zustände der jugendlichen Hauptfigur genauso herzerwärmend wie das beschwingte Leben im England der frühen Siebziger Jahre. Erfreulicherweise unterlässt es das Drehbuch, das Tun seine Figuren zu bewerten, sondern beobachtet sie lediglich mit aufrichtiger Neugierde.

Trotz einer zurückhaltenden, fast dokumentarischen Perspektive auf das Geschehen bleibt Deep End in jedem Moment leichtfüßig und gelassen, pendelt ein bisschen eigenwillig zwischen subtiler Dramatik und skurriler Situationskomik hin und her und vermittelt dabei viel Zeitgeist.

Angesichts des lockeren, ungezwungenen Humors fällt auf, wie platt heutige Teeniekomödien gestrickt sind. Stattdessen setzt Deep End auf wenige, aber durchaus zotige Situationskomik, ohne seine Figuren zu entblößen oder den Bogen zu überspannen. Urkomisch ist beispielsweise eine Szene, in der eine halb nackte Frau mit der Statur eines mittelgroßen Buckelwales versucht, Mike zu verführen, indem sie ihn in ihre Einzeldusche lockt und mit gekonntem Ringergriff an sich presst. Das ist dann nicht nur enorm witzig, sondern gleichzeitig derart grotesk, dass man Mikes peinliches Unwohlsein sofort selbst verspürt.

Auch die Jungdarsteller versprühen Esprit und wissen zu gefallen, Jane Archer als Mikes Objekt der Begierde verzaubert mit ihrer Austrahlung. Erst mit seinem etwas unpassend wirkenden Finale vergreift sich der über weite Strecken unterhaltsame Film etwas im Ton; der unerwartete Schluss von Deep End unterliegt jedoch glücklicherweise der vergnüglichen Zeit zuvor und stellt nur eine Fußnote da.

★★★★☆☆

Drama

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

Filmszene aus Die Nacht

Komödie

Die Komödie zählt zu den Grundfesten des Kinos und funktioniert – wie auch der Horrorfilm – affektgebunden. Deshalb bringt uns der Slapstick aus den Stummfilmen von Charlie Chaplin genauso zum Lachen wie die rasenden Wortgefechte der Screwball-Komödien aus den Dreißiger Jahren, die spleenigen Charaktere von Woody Allen oder die wendungsreichen Geschichten von Billy Wilder.

Filmszene aus Das Appartment

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Foto Tom Schünemann

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.
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